<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss'><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185</id><updated>2010-03-10T12:12:50.376+01:00</updated><title type='text'>Übertext: Blog</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>25</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-8526809144932409416</id><published>2010-03-09T12:39:00.003+01:00</published><updated>2010-03-09T12:41:27.025+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='lock-in'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='oclc'/><title type='text'>OCLCs Lock-In-Strategie</title><content type='html'>OCLC macht wieder von sich reden - mit einer Unternehmensstrategie, die man sonst eher von Herstellern proprietärer Software kennt: dem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lock-in-Effekt"&gt;Lock-In-Effekt&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;SkyRiver &amp;amp; die Bibliothek der Michigan State University&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber beginnen wir am Anfang. (Die Zahlen aus dem folgenden Text stützen sich auf einen &lt;a href="http://www.libraryjournal.com/article/CA6720609.html"&gt;Artikel im Library Journal&lt;/a&gt; und einen &lt;a href="http://kcoyle.blogspot.com/2010/02/yet-more-oclc.html"&gt;Blogbeitrag von Karen Coyle&lt;/a&gt;.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Oktober startete &lt;a href="http://theskyriver.com/"&gt;SkyRiver&lt;/a&gt; "a new bibliographic utility that offers a low cost alternative  for cooperative cataloging". Gegründet hatte es Jerry Kline,&amp;nbsp; dem Mitgründer und Chef von &lt;a href="http://www.iii.com/"&gt;Innovative Interfaces&lt;/a&gt;. SkyRiver wurde vom &lt;a href="http://www.libraryjournal.com/article/ca6700415.html"&gt;Library Journal&lt;/a&gt; sogleich als ernstzunehmender Konkurrent&amp;nbsp; zu OCLCs WorldCat im Bereich Fremddatenübernahme gehandelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bibliothek der Michigan State University (MSU) rechnete sich nicht unerhebliche Einsparungen aus und beschloss - nach 40 Jahren Nutzung des OCLC-Fremddatenangebots - seine Fremddaten zukünftig von SkyRiver zu beziehen. Die Bibliothek hatte allerdings nicht vor, OCLC vollständig den Rücken zu kehren, sondern wollte weiterhin seine Bestandsangaben in den WorldCat laden, um seine Bestände anderen Bibliotheken weiterhin für die Inter Library Loan - das angelsächsische Pendant zuer Fernleihe&amp;nbsp; - anzubieten. Die MSU-Bibliothek machte seine Berechnungen mit dem Preis von 0,23 US-$ für das Hochladen eines Titels. Daraus ergabn Kosten von etwa 6000 $ jährlich für das Hochladen von etwa 26 000 Titeln pro Jahr. (Es ist doch bemerkenswert, dass Bibliotheken von sich aus diese - zugegebenermaßen geringen - Kosten auf sich nehmen, damit andere Zugriff auf ihre Bestände haben. Vgl. hierzu auch einen &lt;a href="http://bibwild.wordpress.com/2010/03/05/more-on-weird-oclc-business-decisions/"&gt;Blogbeitrag von Jonathan Rochkind&lt;/a&gt;.) Für die Teilnahme an der Fernleihe via OCLCs WorldCat zahlt die Bibliothek übrigens zusätzliche 88,500 $.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;OCLC forderte schließlich aber einen ganz anderen Preis für diese - eigentlich in einer Preisliste festgelegte - Dienstleistung: Statt 0,23 $ pro Titel sollte das Ganze auf einmal 2,85 $ pro Titel kosten. Das ist mehr als das Zwölffache! Dieser enorme Preis für das Hochladen von Titeln in den WorldCat würde sämtliche finanziellen Vorteile, die die Bibliothek sich durch den Wechsel versprochen hat, nivellieren, so dass die MSU-Bibliothek auf eine Aktualisierung ihrer Bestandsangaben im WorldCat in Zukunft verzichten wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;OCLCs Rhetorik&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;OCLCs Umgang mit dem Thema ist geprägt von einer einfachen Rhetorik. Bibliotheken, die den WorldCat nur für Fremdleihzwecke nutzen, nicht aber an dessen Aufbau und Pflege mitarbeiten wollen, wird parasitäres Verhalten vorgeworfen. Im Januar ließ Larry Alford, Vorsitzender des OCLC Board of Trustees, anklingen, dass sich Bibliotheken wie die der MSU eben&amp;nbsp; nur die Rosinen rauspicken wollen: "In some ways, I believe this is the equivalent of&amp;nbsp; 'skimming the cream off the top without buying the whole bottle of milk.'" (Seine &lt;a href="http://kcoyle.blogspot.com/2010/02/oclc-again.html"&gt;faktenlose und rhetorikgetränkte&lt;/a&gt; Rede ist seit Kurzem &lt;a href="http://www.oclc.org/us/en/multimedia/2010/files/arc/Larry_Alford_essay.pdf"&gt;online verfügbar&lt;/a&gt;.) OCLC verkauft sich als der selbstlose Ermöglicher und Hüter bibliothekarischer Kooperation, deren Hauptziele eben Aufbau und Pfelge des WorldCat seien. Sämtliche Bibliotheken, die nicht bereit sind horrende Preise für die auf der weltweit größten bibliographischen Datenbank basierenden Dienste zu zahlen und die sich von OCLC abwenden möchten, trügen zum Untergang des WorldCat bei. Larry Alford:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;"To be very frank, if enough libraries—not a lot, but enough—choose to consume more value from the cooperative than they return to the cooperative, then we risk losing WorldCat ... Decisions for short-term benefit or economic relief can be very harmful in the long term to our commons." (S.3 des Redetexts)&lt;/blockquote&gt;Ich weiß nicht, ob diese Rhetorik auch nur annähernd ihren Zweck erreicht. Meinem persönlichen Eindruck nach hat OCLC sich mittlerweile ziemlich in die Scheiße geritten und trägt mit seinem Verhalten zum Erstarken und Aufbegehren der Mitgliedsinstitutionen und zur Entstehung neuer konkurrierender Angebote bei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Schwung für die Open-Data-Bewegung &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe bisher auf Mailinglisten und in Blogposts keine Stimmen vernommen, die sich hinter OCLC stellen und sein Verhalten rechtfertigen. (Siehe etwa die Sammlung von Reaktionen &lt;a href="http://www.bibsonomy.org/user/acka47/OCLC+lock-in"&gt;hier&lt;/a&gt; sowie den Diskussionstrang zum Thema in der Mailingliste NGC4LIB, der &lt;a href="https://listserv.nd.edu/cgi-bin/wa?A2=NGC4LIB;6ZOZtw;20100304142721-0800"&gt;hier&lt;/a&gt; startet.) Das war letztes Jahr bei &lt;a href="http://www.uebertext.org/search/label/oclc%20policy"&gt;OCLCs Versuch eine restriktive Metadaten-Policy durch die Hintertür einzuführen&lt;/a&gt; noch anders. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz im Gegenteil scheint OCLC mit seinem krampfhaften Versuch, das eigene Monopol im angelsächsischen Raum zu erhalten, dazu beizutragen, dass sich immer mehr BibliothekarInnen mit einem Open-Data-Ansatz anfreunden. Auf NGC4LIB jedenfalls wurden entsprechende Forderungen, Katalogdaten auf einem Server abzulegen und über OAI-PMH bereitzustellen von verschiedenen Leuten unterstützt. Aus dieser Perspektive kann ich nur sagen: "Weiter so, OCLC!"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-8526809144932409416?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/8526809144932409416/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2010/03/oclcs-lock-in-strategie.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/8526809144932409416'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/8526809144932409416'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2010/03/oclcs-lock-in-strategie.html' title='OCLCs Lock-In-Strategie'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-4618313168175653336</id><published>2010-02-10T14:53:00.003+01:00</published><updated>2010-02-11T11:08:07.463+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='text'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='linkeddata'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zukunft der bibliothek'/><title type='text'>Partizipativer Katalog, Intertextualität und Linked Data</title><content type='html'>Lambert Heller hat mich vor einiger Zeit in einer kleinen Twitter-Konversation (die &lt;a href="http://twitter.com/Lambo/status/7526257026"&gt;hier&lt;/a&gt; ihren Ausgang nahm) auf den Aufsatz &lt;a href="http://quartz.syr.edu/rdlankes/Publications/Journals/COLISFinal-v7.pdf"&gt;“Participatory Networks: The Library as Conversation”&lt;/a&gt; hingewiesen. Mittlerweile habe ich mal ein wenig in den Text reingeschaut, und ich stimme völlig mit dem Grundgedanken überein, dass Bibliotheken den NutzerInnen "constructive means ... to improve or shape the conversation" (S.5) geben müssen. Für wissenschaftlliche Bibliotheken heißt das, die Konversation der WissenschaftlerInnen durch das bereitstellen einer entsprechenden Infrastruktur zu unterstützen. (Nichts Anderes war und ist die Aufgabe wissenschaftlicher Bibliotheken.) [1]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will hier nicht näher auf den Aufsatz eingehen, vielleicht ein andernmal. Allerdings spukt ein konkreter und m.E. vielversprechender Ansatz der Nutzerpartizipation schon länger in meinem Kopf herum. Dieser illustriert auch sehr schön, welche Möglichkeiten die Migration bibliographischer Daten in das Semantic Web bietet. Es geht um die kollaborative Vernetzung der katalogisierten Ressourcen mittels typisierter Links, mit anderen Worten darum, die NutzerInnen bibliographischer Daten Linked Data produzieren zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Literatur heißt Verwobensein, verknüpfen heißt verstehen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst ein ganz bisschen Intertextualitäts- und Erkenntnistheorie. Ich habe bereits im Blogbeitrag &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.uebertext.org/2009/04/der-text-der-zukunft-i-die.html"&gt;Der Text der Zukunft I: Die Vergangenheit&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;auf den Charakter des Verwobenseins von Texten, der Intertextualität von Literatur, hingewiesen. Weil ich es gerade nicht besser hinbekomme, zitiere ich einfach aus diesem Blogbeitrag. Zum einen heißt es dort (inklusive Grammatikfehler):&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;"[Es] hat sich bereits im Papierzeitalter gezeigt, dass jeder Begriff von Textidentität, der sich auf dem Paradigma der Druckpublikationen gründet, ein stark verkürzter ist und unsere Auffassung davon, was ein Text ist, in die Irre führt. Die bis in die 60er Jahre zurückgehende Intertextualitätsforschung baut auf der Vorstellung auf, dass ein Text seine Identität nicht aus sich selbst heraus, sondern vielmehr durch die Stellung, die er in der Literatur einnimmt, erhält. (...) Jeder Text erhält seine Bedeutung und seinen Wert durch seine Relationen zu anderen Texten – seien dies Texte, an die er (explizit oder implizit) anknüpft, auf die er verweist oder Texte, die ihrerseits an ihn anknüpfen. Augenfällig wird die Intertextualität etwa in Zitaten und Verweisen, ein großer Teil der Verknüpfungen zwischen Texten bleibt aber implizit."&lt;/blockquote&gt;Ein Text erhält seine Bedeutung und Identität also nicht aus sich selbst heraus, weshalb etwa ein Abstract nur sehr wenig über einen Text aussagt, wenn es seine Beziehungen zu anderen Texten, zur ähnlichen Forschungsprojekten, zu Forschungstraditionen und Schulen usw. nicht aufzeigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum anderen heißt es im erwähnten Blogbeitrag:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;"Jede Verknüpfung schafft Erkenntnis. Die Intertextualitätsforschung stimmt mit Theoretikern wie Nelson Goodman, Jacques Derrida oder Ludwig Jäger in der Annahme überein, dass sich sämtliche Erkenntnis immer in der Verknüpfung mit und Verformung von Bestehendem vollzieht und somit alles Wissen je Produkt von Anknüpfungs- und Transformationshandlungen ist.&lt;br /&gt;Ein Merkmal des Papierzeitalters ist, dass ein großer Teil dieser Verknüpfungs- und somit Erkenntnisarbeit privat und weitestgehend unerkannt stattfindet. Ich spreche von Prozessen, die beim Lesen von Texten stattfinden. Ich spreche von der Produktivität des Rezipienten, die sich in Handlungen wie dem Unterstreichen, dem Verweisen auf Bekanntes, dem Hervorheben relevanter neuer Anknüpfungspunkte zeigt. Diese produktiven Prozesse gehen meist in den Notizen des Lesers oder am Rande der Buchseiten verloren."&lt;/blockquote&gt;Hier wird deutlich gemacht, dass Bedeutung und Verstehen durch Vernetzung entstehen, durch In-Beziehung-Setzen, durch Vergleichen, Abgrenzen und ähnlichen Handlungen. Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass im Papierzeitalter ein großer Teil unserer Arbeit mit Texten im Privaten stattfindet und dadurch für die direkte Kommunikation zwischen Menschen verloren ist. [2] Eine wichtige Frage im Hinblick auf die Zukunft bibliographischer Datenbanken und von eBook-Readern ist, wie diese bisher privaten Daten in maschinenlesbarer Form gespeichert, mit anderen geteilt und nachgenutzt werden können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Möglichkeiten eines partizipativen Katalogs&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;&lt;b&gt; &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann will ich endlich mal auf meinen Vorschlag für einen partizipativen Katalog zurückkommen, der wahrscheinlich recht leicht umzusetzen wäre, sobald die bibliographischen Daten als Linked Data vorliegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieso geben wir nicht den Leuten, die wirklich Ahnung von jenen Dingen, d.h. Texten haben, die in Bibliothekskatalogen verzeichnet sind, die Möglichkeit, ihr Wissen, ihre Vermutungen und Annahmen über bestimmte Zusammenhänge dort hineinzulegen? Der "Katalog 2.0", mit Social Tagging, Listenfunktionen und ähnlichem ist sicher als ein Schritt in die richtige Richtung zu begrüßen. Allerdings sind die Handlungen des Taggens und der Gruppierung in Listen noch sehr ähnlich der traditionellen Klassifizierung. Mir geht es hier aber um eine etwas andere Form der Anreicherung von Quellendaten, um eine andere, direktere Form des In-Beziehung-Setzens von Texten. [3] &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist integraler Bestandteil jeder Wissenschaft, jedes wissenschaftlichen Textes, Bezugnahmen zu anderen Texten explizit zu machen. Dies geschieht über die Fußnote, das Literaturverzeichnis und ähnliche Mittel. Allerdings sagt ein Literaturverzeichnis nur aus, &lt;i&gt;dass &lt;/i&gt;der dazugehörige Text auf die dort aufgelisteten Quellen bezugnimmt aber nicht &lt;i&gt;in welcher Weise&lt;/i&gt; dies geschieht, d.h.welchen Charakter die Bezugnahme hat. Wird der referenzierte Text kritisiert, wird auf den dort kommunizierten Erkenntnissen aufgebaut, wird dem Text widersporchen, er gar widerlegt oder dient er als Teil eines Korpus für linguistische Untersuchungen wissenschaftlicher Literatur?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Typisierte Verlinkungen ermöglichen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch diese Überlegungen sind alles andere als neu, ganz im Gegenteil, Wissenschaftler (nicht Bibliothekare) experimentieren schon mit der Umsetzung. Es gibt bereits zwei &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Web_Ontology_Language"&gt;OWL&lt;/a&gt;-Ontologien (man könnte auch von "Link-Klassifikationen" sprechen), die ein Vokabular zur Verknüpfung wissenschaftlicher Texte zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Ontologie ist die &lt;a href="http://swan.mindinformatics.org/spec/1.2/discourserelationships.html"&gt;&lt;i&gt;Scientific Discourse Relationships Ontology Specification&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;. Sie wurde entwickelt von Do-it-yourself-Wissenschaftlern aus der biomedizinischen Alzheimerforschung im Kontext des &lt;a href="http://swan.mindinformatics.org/"&gt;SWAN&lt;/a&gt;-Projekts &lt;i&gt;Semantic Web Applications in Neuromedicine&lt;/i&gt;, "a project to develop knowledge bases for the neurodegenerative disease research communities, using the energy and self-organization of that community enabled by Semantic Web technology". Diese Ontologie ist sehr übersichtlich und umfasst bisher nur die folgenden dreizehn Eigenschaften von Referenzen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://swan.mindinformatics.org/spec/1.2/images/SWAN-Discourse-Relationships.png" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="93" src="http://swan.mindinformatics.org/spec/1.2/images/SWAN-Discourse-Relationships.png" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Interessant ist, dass allein die weiter untergliederte Eigenschaft "refers to" der Klassifizierung expliziter Bezugnahmen dient, d.h. der Klassifizierung von Referenzen in Fußnoten oder Literaturverzeichnissen. Die nicht weiter untergliederten Eigenschaften "inconsistentWith", "consistentWith", "relevantTo" und "alternativeTo" können auch zwischen nicht explizit verknüpften Texten bestehen und sie können vor allem allein durch Fachleute expliziert werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zweite, detailliertere Ontologie ist &lt;a href="http://imageweb.zoo.ox.ac.uk/pub/2009/citobase/cito-20091124-1.4/cito-content/owldoc/"&gt;&lt;i&gt;CiTO&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, die &lt;i&gt;Citation Typing Ontology&lt;/i&gt;. Sie konzentriert sich bei der Verknüpfung von Texten allerdings allein auf die Spezifizierung bereits deklarierter Beziehungen, das heißt auf die Klassifizierung der Verweise in einem Literaturverzeichnis. Im Abstract eines &lt;a href="http://imageweb.zoo.ox.ac.uk/pub/2008/publications/Shotton_ISMB_BioOntology_CiTO_final_postprint.pdf"&gt;Artikels von David Sutton&lt;/a&gt; (pdf) über CiTO heißt es:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;"CiTO, the Citation Typing Ontology, is an ontology for describing the nature of reference citations in scientific research articles and other scholarly works, and for publishing these descriptions on the Semantic Web. Citation are described in terms of the factual and rhetorical relationships between citing publication and cited publication, the in-text and global citation frequencies of each cited work, and the nature of the cited work itself, including its peer review status."&lt;/blockquote&gt;Die CiTO geht also über die Typisierung von Bezügen zwischen Texten noch hinaus, indem sie etwa auch eine Klassifikation wissenschaftlicher Quellen versucht und etwas über den Peer-Review-Status und die Anzahl der Anführungen referenzierter Texte aussagen lässt. Darüberhinaus versucht CiTO, die Functional Requirements for Bibliographic Records (FRBR) umzusetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der sehr lesenswerte Artikel &lt;i&gt;&lt;a href="http://dx.doi.org/10.1371/journal.pcbi.1000361"&gt;Adventurs in Semantic Publishing: Exemplar Semantic Enhancements of a Research Article&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;zeigt unter anderem den Nutzen mit CiTO annotierter Referenzlisten auf, geht aber auch auf weitere Aspekte des "Semantic Publishing" ein und &lt;a href="http://imageweb.zoo.ox.ac.uk/pub/2008/plospaper/latest/"&gt;exemplifiziert &lt;/a&gt;das Ganze mit der semantischen Anreicherung eines Zeitschriftenartikels (Anschauen und Rumprobieren lohnen sich). Semantic Publishing definieren die AutorInnen wie folgt:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;"We define the term &lt;i&gt;semantic publication&lt;/i&gt; to include anything that enhances the meaning of a published journal article, facilitates its automated discovery, enables its linking to semantically related articles, provides access to data within the article in actionable form, or facilitates integration of data between articles."&lt;/blockquote&gt;&amp;nbsp;Ich habe keine Ahnung, inwiefern dieser Ansatz (der Artikel wurde im April 2009 publiziert) Anklang gefunden hat und ob bereits Verlage an einer Umsetzung des Konzepts arbeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beide hier vorgestellten Ontologien sind eher für den SMT-Bereich (Science, Medicine, Technology) der Wissenschaften geschaffen und dort vor allem für die Annotierung von Beziehungen zwischen Zeitschriftenartikeln zu den in ihnen erwähnten Quellen. Es geht in erster Linie darum, bereits explizit gemachte Verknüpfungen zu spezifizieren. Zudem soll diese Spezifikation - zumindest mit der CiTO - bereits vor der Publikation durch die Autoren eines Texts durchgeführt werden, weshalb auch von "Semantic Publishing" gesprochen wird. Selbstverständlich eignen sich diese Link-Klassifikationen aber auch für die nachträgliche Verknüpfung von Texten in Semantic-Web-Katalogen durch die Benutzer der Daten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Ontologien für implizite Textbeziehungen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum einen ist es nötig, die Anwendung und Weiterentwicklung bestehender Referenz-Typologien zu unterstützen. [4] Es sollten aber auch Ontologien entwickelt werden, die ein Vokabular bereitstellen, um implizite Beziehungen zwischen Texten explizit zu machen. In James Joyces &lt;i&gt;Ulysses&lt;/i&gt; gibt es etwa nirgendwo einen Verweis zu Homers &lt;i&gt;Odyssee&lt;/i&gt;, nichtsdestotrotz nimmt das Werk bezug auf den antiken Klassiker. Es wäre ein enormer Fortschritt, wenn jedeR die Möglichkeit hätte,diese impliziten Beziehungen durch die Vergabe maschinenlesbarer, typisierter Links explizit zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Literaturwissenschaftler könnten zum Beispiel eine Menge dazu beitragen, nicht augenfällige Beziehungen zwischen Werken der Weltliteratur explizit zu machen. In der Tat wurde und wird schon viel Arbeit von LiteraturwissenschaftlerInnen geleistet, die sich ausgiebig mit den Beziehungen zwischen Werken der Weltliteratur befassen. Leider taten und tun sie dies in Prosatexten und produzieren somit keine maschinenlesbaren Daten. Bestimmt wären auch eine Menge nichtinstutionalisierte Wissenschaffer dabei, wenn es um die Verlinkung literarischer Werke geht. Die &lt;a href="http://www.librarything.com/"&gt;LibraryThing&lt;/a&gt;-Community hätte zum Beispiel sicher ihre wahre Freude daran. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Eine Genette-Ontologie?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der französische Literaturwissenschaftler Gérard Genette hat in seinem Werk &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Palimpseste._Die_Literatur_auf_zweiter_Stufe"&gt;Palimpseste. Die Literatur auf zweiter Stufe&lt;/a&gt; eine Terminologie für die Bezugnahmeformen zwischen literarischen Werken herausgearbeitet. Neben der Typisierung hypertextueller (ja, so nennt er das) Bezugnahmeformen in der Literatur (er unterscheidet zum Beispiel Anspielungen, Plagiate, Parodien, Hommagen) beinhaltet das Buch noch einen weitaus größeren Teil, der diese Beziehungen an Beispielen aus der Weltliteratur aufzeigt. Es dürfte ein interessantes Projekt sein, seine Klassifizierung in eine OWL-Ontologie zu überführen und seine Beispiele in RDF-Tripel zu übersetzen. [5] So könnten die Erkenntnisse des Prosatexts &lt;i&gt;Palimpseste&lt;/i&gt; - wie auch die Arbeiten vieler anderer Literaturwissenschaftler - unter großem Gewinn in maschinenlesbare Aussagen "übersetzt" werden. Dadurch würden sich für Literaturwissenschaftler ungeheure neue Möglichkeiten der Forschung und Erkenntnisgewinnung ergeben. Und auch die Möglichkeiten der Literaturrecherche könnten dadurch eine neue Dimension gewinnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Rahmen eines MALIS-Projekts habe ich vor, eben eine solche Genette-Ontologie zu basteln, die LiteraturwissenschaftlerInnen als Mittel dienen kann, ihr Wissen und ihre Vermutungen über die Beziehungen zwischen literarischen Werken in maschinenlesbarer Form zu repräsentieren. Dazu bei Gelegenheit mehr...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[1] In dem Aufsatz wird dabei immer von &lt;i&gt;Katalogen&lt;/i&gt; gesprochen, die partizipativ gestaltet werden müssten. M.E. werden wir uns in Zukunft von dem Konzept eines Katalogs, der ja irgendwie immer auch ein Datensilo ist, verabschieden und dabei auch unsere Terminologie einmal überdenken. Aber die Diskussion über den Terminus "Katalog" gibt es ja schon länger... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[2] Dave Lankes, der den oben erwähnten Artikel "Participatory Networks: The Library as Conversation" mitverfasst hat, machte &lt;a href="http://quartz.syr.edu/rdlankes/blog/?p=931"&gt;vor einigen Tagen in seinem Blog&lt;/a&gt; seinem Unmut über das &lt;a href="http://www.apple.com/de/ipad/"&gt;iPad&lt;/a&gt; Luft, weil es eben die Möglichkeiten elektronischer Medien nicht ausschöpfe, diese bisher rein privaten Anmerkungen zu teilen oder über Textstellen direkt mit anderen zu kommunizieren. Als Read-Only-Medium unterstützt das iPad statt eines aktiven und kommunizierenden Leser allein das passive, konsumierende Lesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[3] Tagging setzt unzweifelhaft auch Werke in Beziehung, tut dies aber indirekt, über den Umweg eines gemeinsamen Etiketts, des Tags.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[4] Zwischen Blogs und anderen Webseiten gibt es auch unzählige Verknüpfungen, die nicht näher spezifiziert sind. Ich wundere mich, dass es bis heute keine Linkklassifikation gibt, mit der Hyperlinks mittels RDFa annotiert werden können, um den Charakter der jeweiligen Verlinkung zu spezifizieren. Oder gibt es so etwas und ich kenne es einfach nicht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[5] Leider fehlen zur gelungenen Umsetzung eines solchen Projekts noch FRBR-Werk-URIs, um die Beziehungen zu repräsentieren. Ein Grund, unsere Kataloge durch Nutzung von &lt;a href="http://metadataregistry.org/rdabrowse.htm"&gt;RDA-Vokabulare&lt;/a&gt; in das Linked-Data-Web zu migrieren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-4618313168175653336?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/4618313168175653336/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2010/02/partizipativer-katalog-intertextualitat.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/4618313168175653336'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/4618313168175653336'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2010/02/partizipativer-katalog-intertextualitat.html' title='Partizipativer Katalog, Intertextualität und Linked Data'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-8125347123439863717</id><published>2010-02-03T21:21:00.000+01:00</published><updated>2010-02-03T21:21:19.182+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blogs'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='RDFa'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='katalogisierung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Übertext: Blog'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dublin Core'/><title type='text'>Mehr zu Blog-Metadaten in Dublin Core</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.uebertext.org/2009/10/turboubertext-mit-dublin-core.html"&gt;Im Oktober&lt;/a&gt; hatte ich über die Anreicherung dieses Blogs mit Dublin-Core-Metadaten in RDFa berichtet. Im Rahmen meines Weiterbildungsstudiums der Bibliotheks- und Informationswissenschaften an der FH-Köln habe ich dann mit meiner Gruppe eine Aufgabe zum Thema bearbeitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das schriftliche Ergebnis unserer Überlegungen zu Blog-Metadaten in Dublin Core und zur Konzeption von Blog-Suchmaschinen habe ich nun heute bei Scribd publiziert (&lt;a href="http://www.scribd.com/doc/26325473/Ubertext-Blog-Katalogisierung-einer-beliebigen-Webseite-basierend-auf-Dublin-Core-Metadaten"&gt;Link&lt;/a&gt;). Neben den Überlegungen zur Anreicherung eines Blogs mit DC-Metadaten findet sich in der Arbeit ein Entwurf für die Modellierung einer Blog-Suchmaschine ausgehend von einer knappen Darstellung der - &lt;a href="http://www.popkulturjunkie.de/wp/?p=4460"&gt;nach Jens Schröder&lt;/a&gt; -&amp;nbsp; fünf besten Blog-Suchmaschinen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ganze kann sicher für Leute, die sich mit Blog-Metadaten, Dublin Core und Blog-Suche befassen, ganz nützlich sein, weshalb es nun auch publiziert wurde. So kann es auch über das Studium hinaus von Nutzen sein...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Dank geht an meine GruppenmitstreiterInnen Irene, Katrin und Tobias für die allzeit gute und reibungslose Zusammenarbeit und dafür, dass sie der Publikation zugestimmt haben. Bald hat dieser Aufgaben-Stress ja endlich sein Ende und die - sicher deutlich spannendere und spaßigere - Projektphase beginnt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-8125347123439863717?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/8125347123439863717/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2010/02/mehr-zu-blog-metadaten-in-dublin-core.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/8125347123439863717'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/8125347123439863717'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2010/02/mehr-zu-blog-metadaten-in-dublin-core.html' title='Mehr zu Blog-Metadaten in Dublin Core'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-6319919867552268768</id><published>2010-01-07T09:56:00.000+01:00</published><updated>2010-01-07T09:56:29.215+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='scholarly_communication'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='kommunikation'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='LIS'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zukunft der bibliothek'/><title type='text'>Kommunikation statt Information</title><content type='html'>Der Ausdruck 'Information' ist im Bibliotheksbereich wie auch im allgemeinen Sprachgebrauch (wenn es etwa um das "&lt;a href="http://www.uebertext.org/2009/07/wann-ist-digitalitat.html"&gt;Digitale Zeitalter&lt;/a&gt;" geht) allgegenwärtig. Auch in meinem Studium der Bibliotheks- und &lt;i&gt;Information&lt;/i&gt;swissenschaften taucht er häufig auf. Allein, reflektiert oder diskutiert worden ist er in diesem Rahmen überhaupt nicht. [1] Ein solcher Mangel an Reflexion in Kombination mit der verbreiteten Orientierungslosigkeit von BibliothekarInnen und Bibliotheken in der Fortentwicklung des Bitzeitalters hat mich zu der Auffassung gebracht, dass eine Selbstverortung des Bibliothekswesens dringend nötig ist. Ein Bewusstsein der eigenen Rolle und der damit verbundenen Aufgaben verlangt allerdings nach grundlegenden Fragen wie: Was tun wissenschaftliche Bibliotheken? [2] Was heißt überhaupt 'Wissenschaft' und was ist ihre gesellschaftliche Rolle? Welchen Status hat das Konzept 'Information' und wie fassen wir es auch und gerade in Abgrenzung zu 'Daten', 'Wissen', 'Kommunikation', 'Quelle', 'Text' oder gar 'Schrift'?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_tfJ7QO6RkpE/S0T4AEtRENI/AAAAAAAAAD8/DmmG3JCGgRA/s1600-h/20091023_TwitterConversation.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/_tfJ7QO6RkpE/S0T4AEtRENI/AAAAAAAAAD8/DmmG3JCGgRA/s200/20091023_TwitterConversation.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;Eine Frage Edward Corrados auf Twitter und die Antworten darauf (siehe meine Zusammenstellung rechts und die Tweet-Urls unten [3]) zeigten, dass auch interessierte und "informierte" BibliothekarInnen&amp;nbsp; keinen klaren Begriff von 'Information' in Abgrenzung zu 'Daten' und 'Wissen' haben, der für eine grundlegende Analyse taugt, die wiederum Ausgangspunkt für die Gestaltung des stattfindenen Wandels sein könnte. (Ich nehme mich von diesem Urteil nicht aus.) Vielleicht sollten wir einfach mit einer anderen Fragestellung beginnen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Was ist die Hauptaufgabe von Bibliotheken?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die landläufige Auffassung von der Kernaufgabe von Bibliotheken (wissenschaftlichen wie öffentlichen) lässt sich in etwa so zusammenfassen: Bibliotheken sammeln, erschließen und bewahren Informationen, die sich auf unterschiedlichen medialen Trägern befinden und machen diese den NutzerInnen mittels Retrievalangeboten auffindbar und über Ausleihe usw. zugänglich. Zurecht wird diese Auffassung zunehmend aufgrund ihrer Bestandszentrierung kritisiert, die einer Kunden- und Serviceorientierung zuwiderläuft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Plädoyer für einen Perspektivwechsel&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich plädiere für einen Perspektivwechsel in der Betrachtung der Rolle von wissenschaftlichen Bibliotheken: Weg von der Fixierung auf einen diffusen und fruchtlosen Informationsbegriff hin zu einer Analyse der kommunikativen Funktion von Bibliotheken. Dieses Plädoyer weist eine deutliche Parallele auf zur erwähnten Forderung nach mehr Nutzer- und Serviceorientierung statt der traditionellen Bestandsorientierung und liefert eine theoretische Unterfütterung dieser Forderung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lasst uns also nicht von Information, vom Bestand der Bibliothek sprechen, sondern von ihrer Rolle als Ermöglicherin der Kommunikation zwischen WissenschaftlerInnen. Ich bin überzeugt, dass eine solche Betrachtung das Potential hat, die Entwicklung der wissenschaftlichen Bibliotheken im&amp;nbsp; Bitzeitalter nachhaltig zu beeinflussen. Als Nebenerscheinung wird ein solcher Ansatz die zahlreichen und gravierenden Unterschiede zwischen wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken hervortreten lassen, die ein informationszentrierter Ansatz eher verdeckt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kommunikation in der Wissenschaft ist in den letzten Jahren zunehmend zu einem Thema wissenschaftlicher Betrachtung geworden, vor allem im angelsächsischen Raum. [4] In der Bibliothekswelt ist die Wichtigkeit dieser Untersuchungen für die eigene Arbeit weitestgehend unerkannt geblieben. [5] Dies ist umso erstaunlicher, wo wissenschaftliche Bibliotheken doch bisher konstitutive Bestandteile der wissenschaftlichen Kommunikationsinfrastruktur waren und damit ihre ganze Existenz auf das Engste an die wissenschaftliche Kommunikation gekoppelt war und ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Agenda&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den nächsten Monaten (leider muss ich ja in der nächsten Zeit auch noch "studieren", was momentan heißt vorgesetzte Aufgaben zum Wohlgefallen von DozentInnen in einem vorgegebenen Zeitrahmen zu erledigen) werde ich mich in einer Reihe von lose zusammenhängenden Beiträgen dem Thema "Kommunikation in der Wissenschaft und die Rolle wissenschaftlicher Bibliotheken" widmen. Zunächst werde ich versuchen, die - im 19. und 20. Jahrhundert verfestigte - Rolle wissenschaftlicher Bibliotheken in der Wissenschaftskommunikation zu fassen um anschließend die wichtigsten Entwicklungen und Einflüsse im Bitzeitalter zu identifizieren. Daran anschließend sollen schlussendlich Perspektiven und mögliche Strategien für wissenschaftliche Bibliotheken aufgezeigt werden. Da das Ganze hier in einem Blog und nicht in einer wissenschaftlichen (Print-)Zeitschrift geschieht, wird es naturgemäß eher ein Tasten, Fragen und Experimentieren mit dem Ziel, die wesentlichen Dimensionen einer nötigen Analyse herauszuarbeiten und in Beziehung zu setzen. Und natürlich hoffe ich auf fruchtbare Anmerkungen und Kritik von Seiten der Leserschaft...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[1] Die Annahme, dass in einem Studium die Grundbegriffe der Zunft geklärt würden liegt doch nahe. In meinem (Erst-)Studium der Kommunikationswissenschaften gab es jedenfalls eine Vorlesung, die sich zwei Semester grundlegend mit Sprache und Kommunikation befasste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[2] Ich befasse mich hier ausschließlich mit wissenschaftlichen Bibliotheken und bin der Meinung, dass sich nur wenig aus einer Analyse wissenschaftlicher Bibliotheken auf öffentliche Bibliotheken direkt übertragen lässt. Viel mehr lässt sich wahrscheinlich aus den Unterschieden lernen. Ich bin der Auffassung, dass die Aufgaben von wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken - gerade wenn man sie aus dem Blickwinkel ihrer kommunikativen Rolle betrachtet - sehr verschieden sind. Meines Erachtens sollte folgerichtig eine Trennung dieser beiden Bereiche im Studium erwägt werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[3] Das komplette Twitter-Frage-Antwort-Spiel umfasste folgende Tweets (in chronologischer Reihenfolge):&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/ecorrado/status/5097383311"&gt;http://twitter.com/ecorrado/status/5097383311&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/lukask/status/5099535938"&gt;http://twitter.com/lukask/status/5099535938&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/joypalmer/status/5099587337"&gt;http://twitter.com/joypalmer/status/5099587337&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/lukask/status/5099630489"&gt;http://twitter.com/lukask/status/5099630489&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/lukask/status/5099654223"&gt;http://twitter.com/lukask/status/5099654223&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/joypalmer/status/5099679961"&gt;http://twitter.com/joypalmer/status/5099679961&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/tillk/status/5100156048"&gt;http://twitter.com/tillk/status/5100156048&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/lukask/status/5100431684"&gt;http://twitter.com/lukask/status/5100431684&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/lukask/status/5100535541"&gt;http://twitter.com/lukask/status/5100535541&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/joypalmer/status/5100597438"&gt;http://twitter.com/joypalmer/status/5100597438&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/lukask/status/5100854032"&gt;http://twitter.com/lukask/status/5100854032&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/tillk/status/5101092700"&gt;http://twitter.com/tillk/status/5101092700&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/ecorrado/status/5102149828"&gt;http://twitter.com/ecorrado/status/5102149828&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/ecorrado/status/5102465913"&gt;http://twitter.com/ecorrado/status/5102465913&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/acka47/status/5102879433"&gt;http://twitter.com/acka47/status/5102879433&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/acka47/status/5102892174"&gt;http://twitter.com/acka47/status/5102892174&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/acka47/status/5102906718"&gt;http://twitter.com/acka47/status/5102906718&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/acka47/status/5102930038"&gt;http://twitter.com/acka47/status/5102930038&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/joypalmer/status/5103177100"&gt;http://twitter.com/joypalmer/status/5103177100&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/tillk/status/5103214630"&gt;http://twitter.com/tillk/status/5103214630&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://twitter.com/joypalmer/status/5104352726"&gt;http://twitter.com/joypalmer/status/5104352726&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;[4] Siehe meine Quellensammlung zum Thema unter&lt;a href="http://www.bibsonomy.org/user/acka47/scholarly_communication"&gt; http://www.bibsonomy.org/user/acka47/scholarly_communication&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[5] Eine rühmliche Ausnahme im deutschsprachigen Raum ist ein &lt;a href="http://epub.uni-regensburg.de/2049/"&gt;Artikel von Rafael Ball&lt;/a&gt; mit dem Titel "Wissenschaftskommunikation im Wandel - Bibliotheken sind mitten drin". Auch&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-6319919867552268768?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/6319919867552268768/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2010/01/kommunikation-statt-information.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/6319919867552268768'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/6319919867552268768'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2010/01/kommunikation-statt-information.html' title='Kommunikation statt Information'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_tfJ7QO6RkpE/S0T4AEtRENI/AAAAAAAAAD8/DmmG3JCGgRA/s72-c/20091023_TwitterConversation.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-6466560881690019358</id><published>2009-12-19T19:00:00.020+01:00</published><updated>2009-12-20T23:21:25.552+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='opendata'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='metadaten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zukunft der bibliothek'/><title type='text'>Freie Metadaten - (k)ein Thema für den Bibliothekskongress</title><content type='html'>Dieser Beitrag von &lt;span about="http://www.uebertext.org/2009/12/freie-metadaten-kein-thema-fur-den.html" property="dc:creator"&gt;Anne Christensen&lt;/span&gt;, &lt;span about="http://www.uebertext.org/2009/12/freie-metadaten-kein-thema-fur-den.html" property="dc:creator"&gt;Patrick Danowski&lt;/span&gt; und Adrian Pohl wurde zeitgleich auf den Blogs &lt;a href="http://log.netbib.de/" id="rnkr" title="netbib"&gt;netbib&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.bibliothek2null.de/" id="t1kf" title="Bibliothek 2.0 und mehr"&gt;Bibliothek 2.0 und mehr&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.uebertext.org/" id="noxh" title="Übertext"&gt;Übertext&lt;/a&gt; veröffentlicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Katalogdaten sind zweifellos gefragter denn je - nicht nur für Zwecke der Fremddatenübernahme bei der Katalogisierung, sondern auch im Web 2.0, von Sozialen Katalogisierungsanwendungen wie &lt;a href="http://www.librarything.com/" id="cgp7" title="LibraryThing"&gt;LibraryThing&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://openlibrary.org/" id="ngfk" title="Open Library"&gt;Open Library&lt;/a&gt;. Darüberhinaus gewinnen mit dem unaufhaltsamen Fortschritt von &lt;a href="http://linkeddata.org/" id="hzi:" title="Linked Data"&gt;Linked Data&lt;/a&gt;, der dieses Jahr seinen bisherigen Höhepunkt erreicht hat, Katalogdaten in einem weiteren Anwendungsbereich an Bedeutung. Die Verlinkung freier Daten (Linked Open Data) bietet uns die Möglichkeit, das &lt;i&gt;Wissen&lt;/i&gt;, was in den Titel- und Normdaten enthalten ist, abzuschöpfen und durch die Verknüpfung mit anderen - nichtbibliothekarischen - Wissensressourcen seine Nutzungsmöglichkeiten zu maximieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Kommerz mit Metadaten&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Parallel zu dieser Entwicklung des Internet zum Linked-Data-Web und der Aussicht auf ganz neue Möglichkeiten der Recherche und Wissensgewinnung entwickelt sich aber auch die kommerzielle Nutzung von Metadaten in ganz neue Dimensionen. OCLC, das etwa ein Drittel seines Umsatzes mit dem Verkauf von anderen produzierter Katalogdaten macht, versuchte mit einer neuen &lt;a href="http://www.uebertext.org/search/label/oclc%20policy" id="tlk." title="Metadaten-Policy"&gt;Metadaten-Policy&lt;/a&gt; - unter Umgehung der Mitgliederbasis und der bibliothekarischen Gemeinschaft, die das Vorhaben schließlich zu Fall brachten -, sein Monopol auf die Katalogdaten der Mitgliedsbibliotheken juristisch zu zementieren. Organisationen wie EBSCO und Serials Solutions&amp;nbsp; versuchen mit ihren neuen Produkten &lt;a href="http://www.ebscohost.com/thisTopic.php?marketID=1&amp;amp;topicID=1245" id="s5.e" title="EBSCO Discovery Service"&gt;EBSCO Discovery Service&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Summon" id="nycf" title="Summon"&gt;Summon&lt;/a&gt; eine Menge Geld im Bereich Aggregierung und Verkauf von Metadaten und dazugehörigen Suchoberflächen zu verdienen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Open Access: ja, Open Data: ja, Open Bibliographic Data: nein&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor diesem Hintergrund ist es verwunderlich, dass die deutschsprachigen Bibliotheken und Bibliotheksverbünde sich bisher kaum mit neuen Nutzungsmöglichkeiten ihrer bibliographischen Daten auseinandergesetzt haben. Adrian Pohl stellte zwar am Ende seiner &lt;a href="http://www.zlb.de/aktivitaeten/bd_neu/heftinhalte2009/Erschliessung020309BD.pdf" id="bcu:" title="Dokumentation der OCLC-Metadaten-Kontroverse"&gt;Dokumentation der OCLC-Metadaten-Kontroverse&lt;/a&gt; bereits u.a diese Frage für die deutschsprachige Bibliothekswelt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-left: 40px;"&gt;"Wie stehen deutsche Bibliotheken im Allgemeinen zu einem Urheberrecht auf bibliografische Metadaten und zu einer Einschränkung des Zugangs auf diese Daten? Wie zum freien Zugang und zur kostenlosen Verbreitung von Metadaten?" (S.288)&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Über Problemstellungen wurde aber bisher selten geredet und an die Öffnung und Verfügbarmachung der mit öffentlichen Mitteln produzierten bibliothekarischen Daten wird kaum ein Gedanke verschwendet. Zur gleichen Zeit wird die Bibliothekswelt nicht müde als ein wichtiger Pfeiler der Open-Access-Bewegung lautstark von anderen, nämlich Wissenschaftlern, die Freigabe ihrer Arbeitsprodukte, sowohl von Publikationen also auch von Rohdaten, zu fordern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Es tut sich was...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es sind aber erste Entwicklungen hin zur Freigabe bibliographischer Daten auszumachen: Im &lt;a href="http://www.sub.uni-hamburg.de/gbv-verbundkonferenz-2009/wp-content/uploads/2009/08/gbv_strategiepapier.pdf" id="fqhw" title="Strategieentwurf"&gt;Strategieentwurf&lt;/a&gt; des &lt;a href="http://www.gbv.de/" id="vqmm" title="Gemeinsame Bibliotheksverbund (GBV)"&gt;Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV)&lt;/a&gt; vom August dieses Jahres ist die Entwicklung einer Lizenz zur Freigabe der Verbunddaten festgehalten, auch das &lt;a href="http://www.hbz-nrw.de/" id="oe_7" title="Hochschulbibliothekszentrum Nordrhein-Westfalen (hbz)"&gt;Hochschulbibliothekszentrum Nordrhein-Westfalen (hbz)&lt;/a&gt; unterstützt die Freigabe von Katalogdaten und Patrick Danowski hat - wie &lt;a href="http://www.uebertext.org/2009/11/erst-offnen-dann-linken.html" id="qzyi" title="im Übertext"&gt;im Übertext&lt;/a&gt; berichtet - auf der Tagung &lt;a href="http://www.swib09.de/" id="z.2n" title="&amp;quot;Semantic Web für Bibliotheken&amp;quot;"&gt;"Semantic Web für Bibliotheken"&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.swib09.de/videos/swib_danowski.wmv" id="nvhl" title="angekündigt"&gt;angekündigt&lt;/a&gt;, dass die &lt;a href="http://library.web.cern.ch/library/" id="zkmm" title="CERN Library"&gt;CERN Library&lt;/a&gt; ihre Daten öffnen werde. (Leider hat sich der angekündigte Termin auf Januar 2010 verschoben)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;...aber: Zwei Open-Data-Vorträge abgelehnt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass das Thema - auch im Bibliothekswesen - an Bedeutung gewinnt, ist also klar. Dies zeigte sich auch daran, dass mindestens zwei Vortragsvorschläge dazu - von den Autoren und der Autorin dieses Beitrags - für den &lt;a href="http://www.bid-kongress2010.de/" id="zhyf" title="Bibliothekskongress 2010"&gt;Bibliothekskongress 2010&lt;/a&gt; eingereicht worden sind. (Die beiden Abstracts sind am Ende dieses Textes dokumentiert.) Leider entschied die Programmkommission (deren Zusammensetzung nicht transparent im Internet dokumentiert ist), dass dem Thema "Freie bibliographische Daten" auf dem Bibliothekskongress kein Forum geboten werde. Beide Vorträge wurden abgelehnt. Insgesamt ist das Auswahlverfahren für den Bibliothekartag wie Bibliothekskongress wenig transparent.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem die erwähnte Tagung "Semantic Web in Bibliotheken" vom &lt;a href="http://www.hbz-nrw.de/" id="klel" title="hbz"&gt;hbz&lt;/a&gt; und der &lt;a href="http://www.zbw.eu/index-e.html" id="nh84" title="ZBW"&gt;ZBW&lt;/a&gt; im November 2009 innerhalb von kürzester Zeit ausgebucht war, ist es umso bedauerlicher, dass dem offensichtlichen Interesse von Kolleginnen und Kollege an dieser Thematik in dem Leipziger Programm anscheinend nicht Rechnung getragen wurde. Bibliotheken haben mit Open Data die Chance, sich als Erzeugerinnen und Anbieterinnen von qualitativ hochwertigen, webfähigen Daten zu profilieren. BID Deutschland, die Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände, als Veranstalterin des Leipziger Kongresses versäumt damit den eigenen Anspruch, "zeitgemäße Informationsdienstleistungen als Voraussetzung für die Entwicklung von international konkurrenzfähigen Produkten zur Verfügung zu stellen".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gespannt erwarten wir das Programm, um zu sehen welche Themen BID Deutschland für wichtig und innovativ hält.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Dokumentation der eingereichten Abstracts:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Freie Metadaten&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;Referenten: Anne Christensen (SUB Hamburg), Adrian Pohl (hbz) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ABSTRACT &lt;br /&gt;Open Source und Open Access sind mittlerweile im öffentlichen und bibliothekarischen Diskurs fest verankerte Begriffe. In den letzten Jahren wird zunehmend auch über Open Data diskutiert – seien die freien Daten, um die es dabei geht, wissenschaftliche, statistische, administrative Daten oder eben Metadaten. &lt;br /&gt;Dieser Vortrag dient als Einführung in das Thema "Freie Metadaten" und beantwortet Fragen wie: Was heißt frei? Um welche Daten geht es? Warum sollen Daten frei sein? Behandelt werden der Hintergrund der Bestrebungen nach freien Metadaten, ihre Geschichte, die dahinterstehenden Motivationen und Ziele. Besondere Berücksichtigung findet dabei die Veröffentlichung von bibliografischen Daten und Normdaten als Open Linked Data. &lt;br /&gt;Zudem werden Vorhaben zur Freisetzung der bibliografischen Metadaten im deutschsprachigen Raum betrachtet und es wird auf Fragen der Umsetzung eingegangen: Welche Lizenz soll ich wählen? Bin ich rechtlich befugt, alle Daten in meinem Katalog freizugeben? In welchem Format publiziere ich meine Daten? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h2 style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Aus dem Silo ins Semantic Web: Bibliographische Daten als Linked Data Publizieren&lt;/span&gt; &lt;/h2&gt;P. Danowski&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;CERN Scientific Information Service, 1211 Geneve, Schweiz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inhalt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tim Barners Lee hat den Begriff Linked Data fuer eine Methode beschrieben mit der Daten veroeffentlich, geteilt und verbunden werden. Dabei sollen die Daten mit URL basirten Identifiern erreichbar sein und andere Daten im Netz referenzieren (verlinken).[1] Inzwischen wurde eine Vielzahl von Daten mit dieser Methode publiziert.[2]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spaetestens seit dem letzten Jahr sind auch Bibliotheken auf dieses Thema aufmerksam geworden und beginnen ihrer Ressourcen in dieses Netz von Daten einzubringen. In dem Vortrag wird gezeigt, wie sich bibliographsche Daten als Linked Data publizieren lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei soll darauf eingegangen werden welche Frage zu klaeren sind. Dies sind unter anderen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Die Wahl einen Formats (einer Ontology)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Lizenzfragen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Vertrauensfragen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der gesammten Prozess soll anhand eines Projekt fuer die Katalog Daten der CERN Library veranschaulicht werden. Es soll auch beschrieben werden welche Probleme in dem Prozess aufgekommen sind und welche Loesungsmoeglichten hierfür entdeckt wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Quellenangaben&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[1] vgl. auch &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Linked_data"&gt;http://en.wikipedia.org/wiki/Linked_data&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[2] Zu der Menge der Daten gibt es ein klickbares Diagramm in dem die Verbindung der verschieden Ressources erkennbar ist. &lt;a href="http://www4.wiwiss.fu-berlin.de/bizer/pub/lod-datasets_2009-07-14.html"&gt;http://www4.wiwiss.fu-berlin.de/bizer/pub/lod-datasets_2009-07-14.html&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-6466560881690019358?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/6466560881690019358/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/12/freie-metadaten-kein-thema-fur-den.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/6466560881690019358'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/6466560881690019358'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/12/freie-metadaten-kein-thema-fur-den.html' title='Freie Metadaten - (k)ein Thema für den Bibliothekskongress'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-9054742050682733082</id><published>2009-11-26T12:32:00.004+01:00</published><updated>2009-11-26T12:44:11.774+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='opendata'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='linkeddata'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='swib09'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zukunft der bibliothek'/><title type='text'>Erst öffnen, dann linken!</title><content type='html'>Dienstag und Mittwoch fand in Köln das &lt;a href="http://www.swib09.de/"&gt;SWIB09&lt;/a&gt; statt. Es war eine sehr interessante Veranstaltung, vor allem habe ich mich gefreut, einige Personen mal im realen Leben zu treffen, die ich bisher nur virtuell kannte. Hier geht es jetzt darum, einige Probleme, Fragen und Unklarheiten zu besprechen, die mir mehrmals aufgefallen sind. Den Anfang macht die Frage nach der Reihenfolge von Lizenzierung, Publizierung, Triplifizierung und Verlinkung von Daten. (Ich hoffe, Felix, der jetzt hier mitschreibt, setzt die Reihe fort.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: large;"&gt;&lt;b&gt;Linked Data &amp;amp; Open Data&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Zwei verschiedene Ansätze, Bibliotheken in das Semantic Web zu bringen wurden während der Veranstaltung nur allzu deutlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Erster Ansatz&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;&lt;i&gt;Hauptsache hochqualitative Daten in RDF, der Rest wird sich finden&lt;/i&gt;, so könnte man die Grundhaltung dieses Angangs beschreiben. Dieser erste Ansatz - der bisher zum Beispiel von der DNB verfolgt wird - scheint mir ein so naiver wie traditioneller zu sein. Er geht so: Wir tüfteln eine Technologie zur Umwandlung der bibliothekarischen Datenformate in RDF-Tripel aus, verwenden dabei am besten ein - bisher von sonst niemandem genutzes, weil noch nicht existierendes - &lt;a href="http://www.rdaonline.org/"&gt;RDA&lt;/a&gt;-Vokabular, veröffentlichen am Ende des langen Entwicklungsprozesses die konvertierten Daten und bieten die Möglichkeit der Suche (mit einem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/SPARQL"&gt;SPARQL&lt;/a&gt;-Endpoint) und Verlinkung zu unseren Daten an. Über Lizensierungsfragen und die vollständige Öffnung der gesamten Daten machen wir uns aber zunächst keine Gedanken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Ansatz birgt zwei grundlegende Probleme:&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Erstens&lt;/i&gt; wird mit einem RDA-Vokabular auf bibliothekarische Standards gesetzt, die noch nicht fertiggestellt sind und dementsprechend auch keine Verbreitung in nicht-bibliothekarischen Bereichen gefunden haben. Ein solcher Weg birgt die Gefahr ein neues Silo mit Katalogdaten - diesmal im Semantic Web selbst - zu etablieren, denn: Die Nachnutzung bestehender Vokabulare ist gängige Praxis und sorgt dafür, dass Daten verlinkt und damit Linked Data geschaffen wird. &lt;a href="http://twitter.com/nichtich"&gt;Jakob Voß&lt;/a&gt; machte in seiner &lt;a href="http://www.slideshare.net/nichtich/die-bibliographic-ontology-als-nachfolger-bibliographischer-datenformate"&gt;Präsentation&lt;/a&gt; über die &lt;a href="http://bibliontology.com/"&gt;Bibliographic Ontology&lt;/a&gt; (Bibo) deutlich, dass man an diesem Vokabular nicht mehr vorbeikommt, wenn man bibliographische Daten im Linked-Data-Netz veröffentlichen will. Die Bibo selbst berücksichtigt und inkorporiert ihrerseits bestehende De-Facto-Standards wie &lt;a href="http://www.foaf-project.org/"&gt;foaf&lt;/a&gt; und die &lt;a href="http://dublincore.org/documents/dcmi-terms/"&gt;DCMI Metadata Terms&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;Eine Möglichkeit wäre es, bei der Entwicklung einer RDA-Ontologie bestehende Klassen und Prädikate aus Bibo, Dublin Core usw zu übernehmen. Allerdings weiß ich nicht, inwieweit dies getan wird.&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Zweitens&lt;/i&gt; - und dies hat &lt;a href="http://twitter.com/patrickd"&gt;Patrick Danowski&lt;/a&gt; sehr schön in seiner Präsentation dargestellt - vernachlässigt dieser Ansatz eine grundlegende Frage, die beim Veröffentlichen von &lt;i&gt;Linked Open Data&lt;/i&gt; eine wichtige Rolle spielt: Nämlich die Frage der Lizenzierung. &lt;a href="http://www.uebertext.org/2009/11/workshop-bericht-open-data-and-semantic.html"&gt;Im letzten Übertext-Beitrag&lt;/a&gt; wird dies auch zweimal angesprochen: Der erste Schritt zu Linked-Open-Data sollte die Öffnung der Rohdaten sein. Tim Berners-Lee fasste dies in seinem bekannten &lt;a href="http://www.ted.com/talks/tim_berners_lee_on_the_next_web.html"&gt;TED-Talk&lt;/a&gt; in die Worte: R&lt;i&gt;aw Data Now!&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Welche Chancen verspielen Bibliotheken, wenn sie erst nach einer langen Planungs- und Entwicklungsphase eine ganzen Haufen triplifizierter bibliographischer Daten freigeben und welche Risiken birgt dieser Ansatz:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. &lt;i&gt;Aufwändige und schlechtere Konvertierung&lt;/i&gt;: Arbeitet eine Bibliothek oder ein Verbund alleine für sich an einer Konvertierung der Daten, so liegt die Arbeitslast und Verantwortung allein auf den Schultern dieser Institution. Veröffentlicht man aber im ersten Schritt die Rohdaten, so lassen sich Teile des Konvertierungsprozesses &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Crowdsourcing"&gt;crowdsourcen&lt;/a&gt;, denn es gibt im Internet eine Menge Leute, die an Bibliotheksdaten interessiert sind. Flankiert durch ein offene Plattform zur Dokumentation und Diskussion des Konvertierungssprozesses bringt dieser Ansatz auch von Anfang an Feedback ein, so dass von vorneherein ein bestmögliches Ergebnis sichergestellt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. &lt;i&gt;Verlinken nicht möglich&lt;/i&gt;: Der Ansatz, zunächst die bestehenden Daten einer Institution möglichst vollständig zu konvertieren und erst dann die URIs und internen Verknüpfungen zu veröffentlichen bedeutet, dass erst am Ende dieses Prozesses, wenn die Daten veröffentlicht sind, andere Personen oder Institutionen Verlinkungen mit diesen Daten herstellen können. Dies ist meiner Meinung nach unnötig, gerade weil die Standards eine iterative Publikation der Daten möglich machen und auch URIs alleine schon einen großen Wert haben. Ich fände es zum Beispiel sinnvoll, die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Personennamendatei"&gt;PND&lt;/a&gt;- (oder GND-)URIs so früh wie möglich zu veröffentlichen, wenn auch nur mit minimalen Informationen (z.B. Ansetzungsform, Verweisungsform + Lebensdaten) versehen. Damit könnten diese URIs frühstmöglich verlinkt und mit anderen Daten in Beziehung gesetzt werden. Nach und nach könnten weitere RDF-Tripel angehängt werden, sobald die Konvertierungsfragen geklärt sind. (Jetzt könnte man einwenden, dass es die &lt;a href="http://d-nb.info/gnd/118696432"&gt;GND-URI&lt;/a&gt;s schon gibt. Gewissermaßen stimmt dies vielleicht, allerdings hätte die &lt;a href="http://pedantic-web.org/"&gt;Pedantic Web Group&lt;/a&gt; daran einiges zu verbessern, vor allem, weil Personen und die sie beschreibenden Ressourcen dieselbe URI haben. Dieser Umstand schreckt auf jeden Fall vor einer Nutzung der URIs ab.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zweiter Ansatz: Open first, link later!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Der zweite Ansatz lässt sich am besten durch ein praktisches Beispiel erläutern, das der &lt;a href="http://library.web.cern.ch/library/"&gt;CERN Library&lt;/a&gt;. Diese Bibliothek nimmt ihren ehemalgien Kollegen Tim Berners-Lee beim Wort und wird - wie Patrick Danowski auf der SWIB09 ankündigte - ihre Daten diese Woche in die Public Domain stellen. Die &lt;a href="http://openlibrary.org/"&gt;Open Library&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://biblios.net/"&gt;biblios.net&lt;/a&gt; werden die Daten übernehmen und verfügbar halten aber auch jedeR andere kann die Daten übernehmen und damit herumspielen.&lt;br /&gt;Erst im zweiten Schritt sollen die Daten in RDF umgewandelt werden und Verlinkungen zu anderen Daten herstellt werden. Ich hoffe, dass dieser Konvertierungsprozess offen und transparent stattfinden wird und die verwendeten Programmiercodes offengelegt werden, so dass zum einen die CERN Library davon profitiert, weil sie den Input aus der Gemeinschaft bekommt und auch zum anderen die Bibliotheken und Verbünde, die dem Beispiel der CERN Library noch folgen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;MN95QN8XA3NT (Verwirrt? Dieser Code ist zur Erfassung des Blogs in &lt;a href="http://technorati.com/"&gt;Technorati&lt;/a&gt;, das einem den Erfassungsprozess nicht gerade leicht macht.)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-9054742050682733082?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/9054742050682733082/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/11/erst-offnen-dann-linken.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/9054742050682733082'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/9054742050682733082'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/11/erst-offnen-dann-linken.html' title='Erst öffnen, dann linken!'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-5351783782245697283</id><published>2009-11-20T09:56:00.009+01:00</published><updated>2009-12-20T14:40:46.090+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='opendata'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='okfn'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='veranstaltung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='linkeddata'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='swib09'/><title type='text'>Workshop-Bericht: Open Data and the Semantic Web</title><content type='html'>Besser spät als nie - und dafür umso umfangreicher. Dieser Bericht wurde gemeinsam mit &lt;a about="http://www.uebertext.org/2009/11/workshop-bericht-open-data-and-semantic.html" href="http://twitter.com/literarymachine" property="dc:creator"&gt;Felix Ostrowski&lt;/a&gt; verfasst. Unser Arbeitgeber, das &lt;a href="http://www.hbz-nrw.de/"&gt;hbz&lt;/a&gt;, hat uns freundlicherweise die Teilnahme am Workshop "&lt;a href="http://wiki.okfn.org/SemanticWeb"&gt;Open Data and the Semantic Web&lt;/a&gt;" der &lt;a href="http://okfn.org/"&gt;Open Knowledge Foundation&lt;/a&gt; (OKFN) ermöglicht. So haben wir uns gemeinsam - beide in labilem gesundheitlichen Zustand - für ein langes Wochenende nach London aufgemacht und am Freitag dem 13. diesen Workshop besucht. Hier nun unser Bericht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Rufus Pollock (OKFN): Einführung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Rufus Pollock von der &lt;a href="http://okfn.org/"&gt;Open Knowledge Foundation&lt;/a&gt; führte in den Tag ein und erläuterte das Konzept der Offenheit von Wissen anhand der &lt;a href="http://www.opendefinition.org/"&gt;Open Definition&lt;/a&gt;, die in Kurzform besagt: &lt;b style="font-weight: normal;"&gt; &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;b style="font-weight: normal;"&gt;A piece of knowledge is open if you are free to use, reuse, and redistribute it&lt;/b&gt;.&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;Gemäß der Open Definition darf Wissen den folgenden maximalen Einschränkungen unterliegen: &lt;i&gt;share-alike&lt;/i&gt; (das heißt Veränderungen des Werks müssen unter der gleichen Lizenz weitergegeben werden) und &lt;i&gt;attribution &lt;/i&gt;(Nennung des Urhebers). Somit sind etwa &lt;a href="http://creativecommons.org/"&gt;Creative-Commons&lt;/a&gt;-Lizenzen nach der Open Definition nicht notwendig offen. Dies gilt etwa für Lizenzen, die eine kommerzielle Nutzung verbieten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zudem erläuterte Rufus Pollock &lt;a href="http://www.ckan.net/"&gt;CKAN&lt;/a&gt; (Comprehensive Knowledge Archive Network). Diese Registry gibt einen Überblick über bestehende Open-Data-&lt;a href="http://www.ckan.net/package/list"&gt;Pakete und -Projekte&lt;/a&gt;. Zu jedem Paket/Projekt wird seine Kompatibilität mit der Open Definition anhand zweier grundlegender Eigenschaften angegeben: das Vorhandensein bzw. Nichtvorhandensein einer Lizenz sowie die Möglichkeit eines Downloads der Daten. CKAN stellt eine &lt;a href="http://www.ckan.net/api/"&gt;Lese- und Schreib-API&lt;/a&gt; bereit und ist in der &lt;a href="http://blogs.talis.com/n2/cc"&gt;Talis Connected Commons Platform&lt;/a&gt; &lt;a href="http://api.talis.com/stores/ckan/services/sparql"&gt;als RDF&lt;/a&gt; verfügbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Leigh Dodds: Web Integrated Data&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;div id="__ss_2499190" style="text-align: left; width: 425px;"&gt;&lt;a href="http://www.slideshare.net/ldodds/web-integrated-data" style="display: block; font-family: Helvetica,Arial,Sans-serif; font-size-adjust: none; font-size: 14px; font-stretch: normal; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; line-height: normal; margin: 12px 0pt 3px; text-decoration: underline;" title="Web Integrated Data"&gt;Web Integrated Data&lt;/a&gt;&lt;object height="355" style="margin: 0px;" width="425"&gt;&lt;param name="movie" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=web-integrated-data-091114075658-phpapp01&amp;amp;stripped_title=web-integrated-data"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowScriptAccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=web-integrated-data-091114075658-phpapp01&amp;amp;stripped_title=web-integrated-data" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" height="355" width="425"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="font-family: tahoma,arial; font-size: 11px; height: 26px; padding-top: 2px;"&gt;View more &lt;a href="http://www.slideshare.net/" style="text-decoration: underline;"&gt;presentations&lt;/a&gt; from &lt;a href="http://www.slideshare.net/ldodds" style="text-decoration: underline;"&gt;Leigh Dodds&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://www.ldodds.com/"&gt;Leigh Dodds&lt;/a&gt; (&lt;a href="http://www.talis.com/"&gt;Talis&lt;/a&gt;) machte deutlich, dass es bei Linked Open Data vor allem darum geht, den Nutzen bestehender strukturierter Daten zu maximieren. Der Weg zu dieser maximalen (Nach-)Nutzbarkeit erfolge in drei Schritten:&lt;br /&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;i&gt;Rohdaten veröffentlichen&lt;/i&gt;: Rohdaten heißt, die Daten werden unbearbeitet in Formaten wie CSV, XLS, PDF usw. publiziert. Sie sollten aber möglichst mit Metadaten, einer Dokumentation und Lizenz  versehen werden.&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;i&gt;Web&lt;/i&gt;&lt;i&gt;zugriff ermöglichen&lt;/i&gt;: Durch die Nutzung offener Webformate (XML, JSON etc.) und die Bereitstellung einer API wird ein direkter Webzugriff auf die Daten möglich.&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;i&gt;Vollständige Web&lt;/i&gt;&lt;i&gt;integration&lt;/i&gt;: Die Integration mit dem Web geschieht durch die Bereitstellung der Daten in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Resource_Description_Framework"&gt;RDF&lt;/a&gt;, einem webnativen Datenmodell. Dazu müssen Entitäten und Verknüpfungen zwischen diesen mittels &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Uniform_Resource_Identifier"&gt;URI&lt;/a&gt;s identifiziert werden.&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;Nach der Veröffentlichung heißt es: "Wait for great things to happen." Daten werden nachgenutzt und verlinkt und im Ergebnis entsteht das Linked-Data-Netz, ein menschen- und maschinenlesbares "Web of data".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Jordan Hatcher: Legal tools for Open Data&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Die Techniker auf dem Workshop waren sich einig: Juristische Aspekte von Open Data sind langweilig aber leider sehr wichtig. &lt;a href="http://www.jordanhatcher.com/"&gt;Jordan Hatcher&lt;/a&gt; übernahm die Aufgabe, Probleme und Möglichkeiten der Lizenzierung von Daten kurz darzustellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis vor einiger Zeit gab es noch keine Lizenzen für Daten/Datenbanken. Für Software (&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Open_source"&gt;Open Source&lt;/a&gt;) und intellektuelle Werke (&lt;a href="http://creativecommons.org/"&gt;Creative Commons&lt;/a&gt;) gibt es zwar schon länger Lösungen, diese lassen sich aber aufgrund der unterschiedlichen Rechtslage für Daten wie Datenbanken nicht übertragen.&lt;br /&gt;Mittlerweile gibt es aber auch drei Lizenzen für Daten und Datenbanken:&lt;br /&gt;Die &lt;a href="http://www.opendatacommons.org/licenses/odbl/"&gt;Open Database License (ODbL)&lt;/a&gt; und die &lt;a href="http://www.opendatacommons.org/licenses/pddl/1.0/"&gt;Public Domain Dedication and Licence (PDDL&lt;/a&gt;) sind auf Initiative des OKFN-Projekts &lt;a href="http://www.opendatacommons.org/"&gt;Open Data Commons&lt;/a&gt; entstanden. Außerdem gibt es noch die mit der PDDL interoperable &lt;a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/"&gt;CC-0&lt;/a&gt;/CC-Zero (für die es allerdings noch keine deutsche Version gibt).&lt;br /&gt;Während die OdBL Linzenzeinschränkungen wie Attribution und Share-alike erlaubt, ist es Ziel einer PDDL- oder CC-0-Lizenzierung, sämtliche Urheberrechtsansprüche (Vervielfältigungs-, Verwertungs- und Vertriebsrecht) aufzugeben und die Daten(bank) in die &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Public_domain"&gt;Public Domain&lt;/a&gt; zu stellen. ("Public Domain" ist kein deutscher Rechtsbegriff. Es ist vielleicht am ehesten mit &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinfreiheit"&gt;Gemeinfreiheit&lt;/a&gt; gleichzusetzen.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Jenni Tennison: Provenance in RDF&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.jenitennison.com/"&gt;Jenni Tennison&lt;/a&gt; referierte über eine Kernfrage im Umgang mit Daten, die natürlich auch auf Linked Data zutrifft: "How do you know  whether you can trust a piece of information?" (&lt;a href="http://www.jenitennison.com/blog/node/133" target="_blank"&gt;http://www.jenitennison.com/&lt;wbr&gt;&lt;/wbr&gt;blog/node/133&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klar ist, dass das Vertrauen in Daten umso gefestigter ist, je tiefer der Einblick in ihre Herkunft ist. Es geht also darum, eine  Nachvollziehbarkeit der Entstehungsgeschichte von Daten herzustellen, um Vertrauen in diese Daten zu ermöglichen. Die Entstehung von Daten lässt sich beschreiben als das u.U. mehrmalige transformieren von Ausgangs- bzw. Rohdaten durch Prozesse, welche von Akteuren gesteuert werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gilt also, die Daten und die auf sie einwirkenden Prozesse transparent zu gestalten; dies wird durch "Open Data" und "Open SourceSoftware" gewährleistet. Tennison stellte zwei bestehende Ansätze vor, die dazu dienen, Provinienz-Information für  RDF-Daten strukturiert (und ihrerseits in Form von RDF-Daten) formulieren zu können: Das &lt;a href="http://openprovenance.org/" target="_blank"&gt;Open Provenance Model&lt;/a&gt; und das &lt;a href="http://semanticweb.org/wiki/Provenance_Vocabulary" target="_blank"&gt;Provenance Vocabulary&lt;/a&gt;. Sie machte deutlich, dass ersteres vereinfacht und das zweite (weil noch unfertig) mitentwickelt werden müsse, um für Linked-Data-Zwecke Anwendung zu finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuletzt verwies Tennison auf ein Ungleichgewicht, das man als "Linked-Data-Paradox" bezeichnen könnte: Linked-Data baut darauf auf,  das alles einen Namen (in Form einer URI) hat. RDF-Tripel sind allerdings von Grund auf anonym und können momentan nur durch einen etwas schwergewichtigen Vorgang namens &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Reification_%28computer_science%29#RDF_and_OWL"&gt;Reification&lt;/a&gt; (das heißt soviel wie "Verdinglichung", weil eine Aussage zu einer Entität ernannt wird (was sie eigentlich von vornherein sein sollte)) als Ressourcen referenzierbar gemacht werden. Da die Grundeinheit von RDF-Daten die einzelne Aussage ist, spielen auch Provenienz-Informationen auf dieser Ebene eine wichtige Rolle, sind aber momentan nicht bequem anzubringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Hugh Glaser: sameAs.org&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ecs.soton.ac.uk/people/hg"&gt;Hugh Glaser&lt;/a&gt; stellte die von ihm ins Leben gerufene Webseite/Datenbank &lt;a href="http://sameas.org/"&gt;sameAs.org&lt;/a&gt; vor. Da Linked Data de facto das  RDF-Datenmodell zu Grunde liegt, werden Entitäten ("Dinge in der echten Welt") über URIs referenziert. Da es (zum Glück) keine zentrale Vergabestelle für diese URIs gibt, ist es unvermeidbar, dass die selbe Entität von zwei (und meist noch viel mehr)  verschiedenen URIs referenziert wird. Um das Zusammenführen von Beschreibungen eines Gegenstandes mit verschiedenen URIs zu ermöglichen, gibt es das OWL-Prädikat &lt;i&gt;sameas&lt;/i&gt;, mit dem eben die Gleichheit der durch verschiedene URIs referenzierten Entität  behauptet wird. Da dies eine sehr starke Behauptung ist, kann es zu unangenehmen Nebenwirkungen kommen. So hat etwa die New York Times beim Publizieren von RDF-Daten per owl:sameas auf URIs in DbPedia verwiesen und dadurch aus Versehen ihre &lt;a href="http://go-to-hellman.blogspot.com/2009/10/new-york-times-blunders-into-linked.html"&gt;Copyright-Bestimmungen auch auf die dort vorhandenen Daten ausgedehnt&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um solche Probleme im Keim zu ersticken, ist Glasers Ansatz, die Aussagen über die Gleichheit der Referenz von URIs von den Aussagen über das Referenzierte zu trennen. Dafür hat er &lt;a href="http://sameas.org/" target="_blank"&gt;sameas.org&lt;/a&gt; implementiert, eine Datenbank, die ausschließlich  Aussagen zur Kongruenz von URIs beinhaltet. Es wird damit möglich, auf diese Datenbank zu verweisen, anstatt Identitätsaussagen in den eigenen Daten treffen zu müssen. Dies hat auch den angenehmen Nebeneffekt, dass die Menge an Verweisen immer weiter  wachsen kann, ohne dass das die eigenen Daten permanent aktualisiert werden müssen. sameAs.org unterscheidet sich von Diensten wie &lt;a href="http://www.okkam.org/" target="_blank"&gt;Okkam&lt;/a&gt; und &lt;a href="https://subj3ct.com/" target="_blank"&gt;Subj3ct&lt;/a&gt;, die dem Auffinden existierender URIs für bestimmte Entitäten dienen, eben genau darin, dass diese nicht dem Verweisen auf andere URIs dienen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Frage die sich aus der Perspektive der Bibliothekswelt aufdrängt, ist die, warum die URIs des &lt;a href="http://viaf.org/" target="_blank"&gt;VIAF&lt;/a&gt; bislang keine Berücksichtigung in der sameAs.org Datenbank gefunden haben. Dies mag daran liegen, dass der Nutzen von &lt;a href="http://viaf.org/" target="_blank"&gt;viaf.org&lt;/a&gt; bislang nahezu ausschließlich in der Bereitstellung von URIs für Personen liegt. (Zumindest waren wir bislang nicht in der Lage, dort Daten in irgendeiner RDF-Serialisierung zu finden). Sobald die URIs jedoch mit RDF beschrieben werden, könnten sie sich als enorm wertvoll herausstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: large;"&gt;Lightning Talks&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier ein kleiner Überblick über die gehaltenen Lightning Talks mit ein paar Links.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Mark Birbeck: RDFa &amp;amp; Government Data&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Mit einem Ausschnitt aus &lt;a href="http://www.slideshare.net/mark.birbeck/rdfa-and-government-data"&gt;dieser Präsentation&lt;/a&gt; bestritt Mark Birbeck seinen Lightning Talk über RDFa. Er exemplifizierte die Vorteile von RDFa am Beispiel der Anreicherung bestehender Webseiten mit Stellenangeboten in der öffentlichen Verwaltung, um diese harvesten zu können. Ohne die Publikationsworkflowa zu vereinheitlichen lassen sich verschiedene bestehende HTML-Webangebote mit einem einheitlichen Vokabular anreichern. Darauf aufbauend ist es schließlich ein Leichtes, zentralisierte Webangebote mit den gesammelten Stellenanzeigen bereitzustellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Rufus Pollock über CKAN&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Rufus Pollock ging nochmal auf &lt;a href="http://www.ckan.net/"&gt;CKAN&lt;/a&gt; (s.o.) ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Jeni Tennison zu data.gov.uk&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Jeni Tennison gab einen kurzen Einblick in die Baustelle data.gov.uk. Das britische Pendant zum US-amerikanischen &lt;a href="http://www.data.gov/"&gt;data.gov&lt;/a&gt; hat ja mit &lt;a href="http://www.netzpolitik.org/2009/uk-tim-berners-lee-soll-open-government-voranbringen/"&gt;Tim Berners-Lee&lt;/a&gt; den Erfinder des Semantic Web im Boot. Man darf gespannt sein, was dabei rauskommt, die öffentliche &lt;a href="http://opendata-network.org/2009/10/data-gov-uk-startet-im-dezember/"&gt;Beta-Phase soll im Dezember&lt;/a&gt; beginnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Ian Davis zum Data Incubator&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://iandavis.com/blog/"&gt;Ian Davis&lt;/a&gt; (Talis) stellte das Freizeitprojekt einiger Talis-Mitarbeiter, den &lt;a href="http://dataincubator.org/"&gt;Data Incubator&lt;/a&gt;, vor. Dieser dient dem Zweck, Linked-Data-Praktiker zusammenzuführen, um große offene Datensätze in RDF zu konvertieren und diese Prozesse zu dokumentieren, indem etwa die verwendeten Programmcodes offen gelegt werden. Um diese Ziele zu erreichen wird ein Diskussionsforum bereitgestellt, Speicherkapazität in der &lt;a href="http://www.talis.com/platform"&gt;Talis Platform&lt;/a&gt; sowie ein &lt;a href="http://code.google.com/p/dataincubator/"&gt;Google-Code-Repository&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Axel Rauschmayer: Social and Personal Linked Data&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2ality.blogspot.com/"&gt;Axel Rauschmayer&lt;/a&gt; (LMU München) stellte sein Projekt &lt;a href="http://hypergraphs.de/hyena/"&gt;Hyena&lt;/a&gt; vor, eine Mischung aus Wiki und Datenbank basierend auf RDF. Hyena kann sowohl offline, d.h. desktopbasiert, als auch webbasiert benutzt werden und verfügt über eine Synchronisierungsfunktion zwischen Web- und Desktopanwendung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;John Goodwin über Linked Data at Ordnance Survey&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;John Goodwin stellte die &lt;a href="http://data.ordnancesurvey.co.uk/"&gt;Ordnance-Survey-Linked-Data-Seite&lt;/a&gt; vor. &lt;a href="http://www.ordnancesurvey.co.uk/"&gt;Ordnance Survey&lt;/a&gt; ist die für Kartographierung zuständige britische Verwaltungsagentur. Die bisher vorhandenen Daten sind schon sehr informativ. Sie enthalten etwa Angaben über Regierungs- und Wahlbezirke und in welchem Verhältnis diese zueinander stehen. Genauere Geodaten über Grenzverläufe sind noch nicht vorhanden, weil ein Mapping in RDF offensichtlich nicht sehr leicht ist. Für mehr Informationen siehe einen &lt;a href="http://johngoodwin225.wordpress.com/2009/10/25/location-location-location-exploring-ordnance-survey-linked-data/"&gt;Blogbeitrag&lt;/a&gt; zum Thema von John Goodwin.&lt;br /&gt;Ordnance Survey war in den letzten Tagen im Gespräch, z.B. in &lt;a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/8366190.stm"&gt;den&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2009/nov/17/ordnance-survey-maps-online"&gt;Medien&lt;/a&gt; und auf &lt;a href="http://search.twitter.com/search?q=ordnance+survey+maps"&gt;Twitter&lt;/a&gt;, weil es nun auch seine Karten online zur freien Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Yves Raimond: BBC Linked Data &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Sehr ansehnlich sind die &lt;a href="http://www.bbc.co.uk/programmes"&gt;Linked-Data-Seiten der BBC&lt;/a&gt;, die &lt;a href="http://moustaki.org/"&gt;Yves Raimond&lt;/a&gt; präsentiert hat. Diese Seiten erhalten Unmengen an Daten über sämtliche Radio- und TV-Sendungen der BBC samt aller gespielten Lieder mit den entsprechenden Metadaten, Sendezeiten und und und. Wir empfehlen, darin einfach mal ein bisschen zu browsen. Wann wohl der WDR oder die ARD so etwas auf die Beine stellen werden? Die Daten sind ja da...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Chris Wallace: Model induction for RDF comprehension and browsing &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Chris Wallace stellte eine Art &lt;a href="http://www.cems.uwe.ac.uk/xmlwiki/Stromness/induct4.xq"&gt;Ontologie-Generator&lt;/a&gt; vor, auf den wir hier nicht näher eingehen, weil wir ihn schlicht in den fünf Minuten nicht genug erfasst haben. Es geht offensichtlich darum, eine Art Ontologie aus einer Menge von RDF-Tripeln induktiv herzuleiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Mark Birbeck: Where next for RDFa?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Mark Birbeck stellte die Frage über die Zukunft von RDFa und blieb eine Antwort schuldig. Vielleicht haben wir aber auch gerade nicht aufgepasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Richard Light: Museum Linked Data&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Unseren Notizen nach zu urteilen, ist hiervon nicht viel hängengeblieben. Der Lightning Talk basierte auf &lt;a href="http://www.slideshare.net/val.cartei/linked-data-land"&gt;diesen Folien&lt;/a&gt; oder sehr ähnlichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Rob McKinnon: Making Data Open &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://twitter.com/delineator"&gt;Rob McKinnon&lt;/a&gt;s unterhaltsamer Vortrag stellte das Projekt &lt;a href="http://companiesopen.org/"&gt;Companies Open House&lt;/a&gt; vor, das aus Frustration am und Alternative zum &lt;a href="http://www.companieshouse.gov.uk/"&gt;öffentlichen Angebot&lt;/a&gt; (keine permanenten, weil Session-URLs) an einem Tag zusammengehackt wurde und Informationen zu UK-basierten Unternehmen unter stabilen URLs liefert.&lt;br /&gt;Die Aufzeichnung eines (noch kürzeren Vortrag) von McKinnon zum Thema kann &lt;a href="http://companiesopen.org/rewired_state_presentation"&gt;hier&lt;/a&gt; angeschaut werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Georgi Kobilarov: uberblic.org&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://blog.georgikobilarov.com/about/"&gt;Georgi Kobilarov&lt;/a&gt; (Berlin), der die &lt;a href="http://dbpedia.org/About"&gt;DBpedia&lt;/a&gt; an der FU Berlin mitentwickelt hat, stellte sein neues Projekt &lt;a href="http://uberblic.org/"&gt;uberblic.org&lt;/a&gt; vor. Es dient der Integration verschiedener Ontologien in einer Über-Ontologie, die in einem kollaborativen Prozess entstehen soll. Das Ganze sah ziemlich interessant aus, ist derzeit aber noch nicht offen zugänglich. Man darf gespannt sein...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;John Goodwin: Genealogy and Linked Data&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;John Goodwin gab einen Überblick über &lt;a href="http://www.johngoodwin.me.uk/family/.html"&gt;seine Anwendung&lt;/a&gt; von Linked-Data auf das Feld der Genealogie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Kristof Van Tomme: Drupal and the semantic web&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Kristof Van Tomme (&lt;a href="http://pronovix.com/"&gt;Pronovix&lt;/a&gt;) eräzhlte etwas über die RDFa-Integration in der kommenden siebten Version des Content-Management-Systems &lt;a href="http://drupal.org/"&gt;Drupal&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: large;"&gt;Linked Data Clinic - Fragen an die ExpertInnen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Abschluß des Workshops wurden in der "Linked Data Clinic" von den anwesenden Experten einige grundlegende Fragen diskutiert, aber - und das war auch nicht Sinn der Übung  - keineswegs abschließend beantwortet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Bestehende URIs wiederverwenden oder neue prägen?&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;Anknüpfend an die Problematik der owl:samewas-Relationen (s.o.) ging es zunächst darum, welcher Ansatz grundsätzlich zu  bevorzugen ist: Beim Publizieren von Linked Data auf bestehende URIs zurückzugreifen oder eigene URIs zu prägen, welche dann mit den bestehenden verknüpft werden. Hier gab es keine eindeutige Präferenz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Versionierung und Beschreibung von RDF-Daten&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ein weiteres wichtiges Feld, dessen Wichtigkeit allgemein anerkannt wurde, ist das der Metadaten zu Linked Data. Wie können Standards geschaffen werden, um RDF-Daten zu beschreiben? Welche Ansätze gibt es, RDF-Daten zu versionieren? Beiden Fragen liegt wieder das Reifikations-Problem zu Grunde, also die Beschreibung von RDF-Aussagen durch RDF-Aussagen. [Anmerkung: es besteht, wie bereits erwähnt, durchaus die  Möglichkeit, RDF-Aussagen zu eigenständigen Ressourcen zu erheben. Aber diese birgt so  einige Folgeprobleme, so dass die Frage erlaubt sein muss, ob im RDF-Modell nicht schlicht etwas vergessen wurde: nämlich die Berücksichtung dessen, dass auch Aussagen Ressourcen sind - und sogar sehr  wichtige.]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;RDF-Modellierung: Agile Entwicklung oder Wasserfall?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Weiter ging es mit der die Anwendungsentwicklung betreffenden Frage, inwiefern Änderungen in einem RDF-basierten Datenschema ad-hoc möglich sind, ob also das RDF-Modell mit der agilen Softwareentwicklung kompatibel ist. Hier herrschte weitgehend der Tenor, dass das Erweitern des Schemas deutlich schmerzfreier ist, als in einem relationalen Datenmodell, da das zugrundeliegende Datenbankschema - so denn ein Triple Store  eingesetzt wird - nicht geändert werden muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Google-RDF&lt;/b&gt;: &lt;b&gt;Was wären die Folgen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Zuletzt wurde ergebnisoffen die Frage  diskutiert ob RDF auch dann eine zukunftsträchtige Basis für Linked Data bleibt, wenn ein "Big Player" wie Google auf die Idee kommen sollte, auf einen anderen Standard zu setzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Abschlussfrage&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Die Abschlussfrage an die Experten lautete: Was sind die Herausforderungen für (1) die Linked-Data-Gemeinschaft bzw. (2) für Linked-Data-Anfänger?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeni Tennison wies noch einmal darauf hin, dass mit der Verbreitung von Linked Data auch verstärkt die Frage der Provinienzdokumentation und Versionierung aufkommen wird, und  man wohl daran täte, die oben bereits angedeuteten Probleme offensiv anzugehen.&lt;br /&gt;Steve Harris und Hugh Glaser betonten, das bei aller Umwandlung von bestehenden Daten in das Linked-Data-Modell die Entwicklung von (Endnutzer-)Anwendungen, die auf diesen Daten operieren, nicht  vergessen werden darf.&lt;br /&gt;Georgi Kobilarov deutete an, dass ein Problem für Einsteiger - vor allem in die technischen Aspekte von Linked Data - weniger die Komplexität der Materie als vielmehr das Finden der richtigen Tutorials und Dokumentationen im Web ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wir meinen: Linked Data ist von Natur her dezentral, und so sollte daran gelegen sein, dass sich die Auseinandersetzung mit der Materie nicht auf  einen elitären Zirkel beschränkt. (Hmm, leider ist dies hier auch nicht gerade zu einem Einführungstext geraten. Vielleicht ein andernmal...)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-5351783782245697283?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/5351783782245697283/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/11/workshop-bericht-open-data-and-semantic.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/5351783782245697283'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/5351783782245697283'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/11/workshop-bericht-open-data-and-semantic.html' title='Workshop-Bericht: Open Data and the Semantic Web'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-4100505254818378848</id><published>2009-11-09T14:02:00.001+01:00</published><updated>2009-11-09T14:02:36.282+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='wissen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='urheberrecht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='open access'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='erkenntnis'/><title type='text'>Wissen und Informationsfreiheit</title><content type='html'>Anstatt eines Credos, hier ein Scio, also anstatt eines Glaubensbekenntnisses ein Wissensbekenntnis: &lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Ich weiß, dass über alles Wissen gestritten werden muss. Nur dieses&amp;nbsp; Wissen ist unbestreitbar, dass die beste Voraussetzung jedes Wissensstreits der freie Zugriff Aller auf die relevanten Informationen ist.&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-4100505254818378848?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/4100505254818378848/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/11/wissen-und-informationsfreiheit.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/4100505254818378848'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/4100505254818378848'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/11/wissen-und-informationsfreiheit.html' title='Wissen und Informationsfreiheit'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-5847811693348406256</id><published>2009-11-03T20:40:00.002+01:00</published><updated>2009-12-21T20:29:46.496+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='exzerpieren'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tynt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Übertext: Blog'/><title type='text'>Exzerpt-Monitoring und -anreicherung mit Tynt</title><content type='html'>&amp;nbsp;&lt;b&gt;[Update, 21.12.2009: Ich war ja von Anfang an selbst nicht so sehr begeistert von Tynt und habe das Experiment abgebrochen. Mittlerweile habe ich das Exzerptmonitoring wieder deaktiviert.]&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Seit einer Woche habe ich übrigens &lt;a href="http://www.tynt.com/"&gt;Tynt Insight&lt;/a&gt; für dieses Blog installiert. Das ist ein Tool zum Monitoring der Nutzeraktionen auf den Webseiten einer bestimmten Domain. Eine Anmeldung bei Tynt und das Kopieren einer Zeile Javascript in den Quelltext reichen aus und es geht los. (Da Tynt Insight auf Javascript basiert lässt es sich auch - etwa durch die Nutzung von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/NoScript"&gt;noscript&lt;/a&gt; oder ähnlichem - umgehen.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was macht dieses Tool jetzt genau? Es sind vor allem zwei Nutzeraktionen, die Tynt erfasst, zählt und auswertet: Copy &amp;amp; Paste und das Kopieren von Bildern. (Augenfixationserkennung wird noch nicht unterstützt. ;-) Das heißt, ich kann in Echtzeit erfahren, welche Zeichenketten sich Übertext-Leser zu welcher Zeit markiert und kopiert haben. Darüberhinaus werden alle 24 Stunden Statistiken über die Aktivitäten erstellt. So kann ich erfahren, welche Inhalte für die Leserinnen besonders interessant sind und kann diese - wenn ich mir den Pro-Account gönne - sogar automatisch twittern lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Metadaten automatisch mitgeliefert&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soso, mag jetzt so manch einer denken, das ist ja sehr aufschlussreich, besonders für ein Blog, dessen Beiträge jeweils 30 bis 100mal angeschaut werden... Ehrlich gesagt war das Exzerptmonitoring auch nicht der ausschlaggebende Punkt für mich, Tynt Insight zu installieren. Ganz im Gegenteil, ich finde es persönlich eher abschreckend, wenn ich weiß, dass jedes Exzerpieren registriert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was mich gereizt hat war die Anreicherung von Exzerpten durch die automatische Beigabe von Metadaten. Probier es einfach mal aus und kopiere eine beliebige Zeichenkette, füge sie - etwa in einen Editor - ein und du wirst sehen: nicht nur die kopierte Zeichenkette erscheint, sondern auch interessante Metadaten, nämlich die Lizenzinformation und eine URL, die dich zur jeweiligen Seite mit dem hervorgehobenen Exzerpt zurückführt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Sinnvoll &amp;amp; praktisch oder überflüssig &amp;amp; nervig?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mich würde interessieren was andere von diesem Tool halten. Findet ihr es praktisch oder gefällt es euch nicht? Mich hat es teilweise schon genervt, wenn ich beim Einfügen mehr Text stehen habe als ich eigentlich kopiert hatte. Andererseits kann ich mir aufbauend auf dieser Technik sehr praktische Anwendungen für das Exzerpieren und Zitieren elektronischer wissenschaftlicher (Hyper-)Texte vorstellen. Dies kann sicher jeder nachvollziehen, der etwa schonmal eine Textpassage zitieren wollte, die dazugehörige Quellenangabe aber verlegt hatte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-5847811693348406256?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/5847811693348406256/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/11/exzerpt-monitoring-und-anreicherung-mit.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/5847811693348406256'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/5847811693348406256'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/11/exzerpt-monitoring-und-anreicherung-mit.html' title='Exzerpt-Monitoring und -anreicherung mit Tynt'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-8332936694602656987</id><published>2009-11-01T21:42:00.000+01:00</published><updated>2009-11-01T15:52:26.028+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tagging'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Flickr'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Maschinentag'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Open Library'/><title type='text'>Flickr und Open Library verlinken</title><content type='html'>Ich hatte vor einiger Zeitschon mal &lt;a href="http://code.flickr.com/blog/2009/07/06/extraextraextra/"&gt;was&lt;/a&gt; drüber &lt;a href="http://blog.openlibrary.org/2009/07/08/small-pieces-loosely-joined/"&gt;gelesen&lt;/a&gt;, es bisher aber nie ausprobiert: das Maschinentagging von Flickr-Bildern zur Verlinkung mit der Open Library. Eine Präsentation zur Open Library beim MALIS-Studiengang war nun der Anlass, diesen spaßigen Dienst einmal auszuprobieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst habe ich ein&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/acka47/4063172181/"&gt;Testfoto&lt;/a&gt; machen lassen und auf Flickr hochgeladen. Dann war es ein leichtes, die Verknüpfung zum entsprechenden &lt;a href="http://openlibrary.org/b/OL2274241M/Symbolische_Maschinen"&gt;Bucheintrag bei der Open Library&lt;/a&gt; herzustellen, weil diese Maschinentags alles andere als kompliziert sind. Sie haben die Form openlibrary:id='Buch-ID', in meinem Fall also openlibrary:id=OL2274241M.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ergebnis: Auf der Flickr-Seite des Fotos erscheint ein kleiner verlinkter Hinweis "LIB &lt;a href="http://www.openlibrary.org/b/OL2274241M"&gt;Symbolische Maschinen&lt;/a&gt; ist ein Buch der Open Library", dem jedeR folgen kann um die&amp;nbsp; bibliographischen Daten des Buches einzusehen oder - falls verfügbar - im digitalisierten Volltext zu stöbern. Leider funktioniert die Verknüpfung momentan (noch) nicht in die andere Richtung, d.h. beim Bucheintrag in der Open Library gibt es keinen Link auf maschinengetaggte Flickr-Bilder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist es nicht schön, was man alles Tolles machen kann, wenn man nur eindeutige IDs und darauf aufbauende stabile URLs hat...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-8332936694602656987?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/8332936694602656987/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/11/flickr-und-open-library-verlinken.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/8332936694602656987'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/8332936694602656987'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/11/flickr-und-open-library-verlinken.html' title='Flickr und Open Library verlinken'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-374717233544490521</id><published>2009-10-23T13:31:00.000+02:00</published><updated>2009-10-23T13:31:36.303+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='RDFa'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='metadaten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Übertext: Blog'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dublin Core'/><title type='text'>Turboübertext mit Dublin-Core-Anreicherung in RDFa</title><content type='html'>Eine Aufgabe im zweiten Semester meines MALIS-Studiengangs ist, eine beliebige Webseite zu katalogisieren, indem der Inhalt der fünfzehn simplen &lt;a href="http://www.kim-forum.org/material/pdf/uebersetzung_dcmes_20070822.pdf"&gt;Dublin-Core-Elements&lt;/a&gt; angegeben wird. Freundlicherweise war meine Arbeitsgruppe (mein Dank geht an Irene, Katrin und Tobi) damit einverstanden, mein Blog als Versuchsobjekt zu nehmen. Mein Kollege und Freund &lt;a href="http://twitter.com/literarymachine"&gt;Felix Ostrowski&lt;/a&gt; (&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/FOAF"&gt;foaf&lt;/a&gt;-Anreicherung folgt ;-) hat mich schließlich tatkräftig dabei unterstützt, das Blog anzureichern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Basis der Katalogisierungs-Ergebnisse ist nun das Blogger-Template, aus dem die Seiten des Blogs (die Überseite &lt;a href="http://www.uebertext.org/"&gt;http://www.uebertext.org/&lt;/a&gt; sowie die Seiten der einzelnen Beiträge, z.B. &lt;a href="http://www.uebertext.org/2009/09/pladoyer-fur-ein-twitter-recherche.html"&gt;http://www.uebertext.org/2009/09/pladoyer-fur-ein-twitter-recherche.html&lt;/a&gt;) generiert werden, mit den Dublin-Core-Elements in RDFa angereichert. Darüber hinaus habe ich noch die &lt;a href="http://dublincore.org/documents/dcmi-terms/"&gt;DC-Terms-Refinements&lt;/a&gt; "is part of" und "license" ergänzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem &lt;a href="http://www.w3.org/2007/08/pyRdfa/"&gt;RDFa-Distiller&lt;/a&gt; des W3C lässt sich das im XHTML-Text verstreute RDFa in ein RDF/XML-Dokument destillieren und &lt;a href="http://www.w3.org/2007/08/pyRdfa/extract?uri=http%3A%2F%2Fwww.uebertext.org%2F&amp;amp;format=pretty-xml&amp;amp;warnings=false&amp;amp;parser=lax&amp;amp;space-preserve=true&amp;amp;submit=Go%21&amp;amp;text="&gt;die&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.w3.org/2007/08/pyRdfa/extract?uri=http%3A%2F%2Fwww.uebertext.org%2F2009%2F09%2Fpladoyer-fur-ein-twitter-recherche.html&amp;amp;format=pretty-xml&amp;amp;warnings=false&amp;amp;parser=lax&amp;amp;space-preserve=true&amp;amp;submit=Go%21&amp;amp;text="&gt;Ergebnisse&lt;/a&gt; sehen schon ziemlich gut aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerne lade ich das Blogger-Template irgendwo hoch, vielleicht in einem Wiki. Hat jemand einen Vorschlag, welches der geeignetste Ort ist? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Warum Blog-Vorlagen nicht an der Basis anreichern? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So sinnvoll die Aufgabe, eine Webseite zu katalogisieren sein mag, um Vertrautheit mit den Dublin-Core-Elementen zu fördern - es ist klar, dass heutzutage nicht Bibliothekare hingehen werden, um das Web zu katalogisieren. Diese Unterfangen wäre auch gänzlich unsinnig, weil die meisten Metadaten, auf die sich die Dublin-Core-Elemente beziehen, bereits in strukturierter Form vorliegen und nur noch entsprechend markiert werden müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wäre also sehr wünschenswert, wenn Blogging-Plattformen wie &lt;a href="http://www.blogger.com/"&gt;Blogger&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wordpress.com/"&gt;WordPress&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://twoday.net/"&gt;Twoday&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://blogsport.de/"&gt;Blogsport&lt;/a&gt; usw. das xHTML-Markup ihrer Vorlagen standardmäßig mit Dublin-Core-Attributen anreichern würden. Dies würde dem Netz ohne großen Aufwand eine große Menge maschinenlesbarer Metadaten einbringen. Eine &lt;a href="http://twitter.com/acka47/status/5066200751"&gt;Twitter-Anfrage&lt;/a&gt; an &lt;a href="http://twitter.com/DublinCore"&gt;Dublin Core&lt;/a&gt;, ob es bereits Bestrebungen in diese Richtung gibt, blieb leider unbeantwortet.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-374717233544490521?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/374717233544490521/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/10/turboubertext-mit-dublin-core.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/374717233544490521'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/374717233544490521'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/10/turboubertext-mit-dublin-core.html' title='Turboübertext mit Dublin-Core-Anreicherung in RDFa'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-8578627758005669167</id><published>2009-09-17T06:41:00.000+02:00</published><updated>2009-10-20T17:48:47.951+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='twitter'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='recherche'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='hashtag'/><title type='text'>Plädoyer für ein Twitter-Recherche-Hashtag</title><content type='html'>Beim Missverstehen der Twitter-Anwendung &lt;a href="http://wefollow.com/"&gt;WeFollow&lt;/a&gt; ist mir gestern eine &lt;a href="http://twitter.com/acka47/status/4003652619"&gt;Idee&lt;/a&gt; gekommen: Wieso nicht ein Twitter-Hashtag etablieren, das Recherchierende ihrem Tweet hinzufügen, wenn dieser eine Auskunftsanfrage beinhaltet? Auskunftsbibliothekare oder andere, die gerne bei Recherchen weiterhelfen, können sich dieses Hashtag abonnieren und die Anfragen mit hilfreichen Links auf Bibliographien, Kataloge oder andere Informationsquellen beantworten.&lt;br /&gt;Das Ganze wäre sozusagen eine auf Rechercheanfragen spezialisierte Form von Diensten wie &lt;a href="http://www.askontwitter.com/"&gt;AskOnTwitter&lt;/a&gt;. Allerdings ist eine spezielle Anwendung für einen solchen Dienst nicht einmal nötig, wenn das ganze über ein Hashtag läuft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist nur noch die Frage, welches Hashtag wir dafür benutzen sollten. Es sollte nicht zu lang sein aber auch noch nicht haufenweise vorkommen, damit man es mit der neuen Funktion besetzen kann. Wie wäre es denn mit #theke? Oder lieber was auf Englisch? #enquiry? #inquiry? #infodesk?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe direkt mal &lt;a href="http://twitter.com/acka47/statuses/4036486976"&gt;begonnen&lt;/a&gt;...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-8578627758005669167?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/8578627758005669167/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/09/pladoyer-fur-ein-twitter-recherche.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/8578627758005669167'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/8578627758005669167'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/09/pladoyer-fur-ein-twitter-recherche.html' title='Plädoyer für ein Twitter-Recherche-Hashtag'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-9097478814970463300</id><published>2009-09-02T07:59:00.000+02:00</published><updated>2009-10-23T11:09:10.513+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='schrift'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='internet'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='digital'/><title type='text'>Wann ist Digitalität?</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;amp;as_qdr=all&amp;amp;q=%22das+digitale+zeitalter%22"&gt;Das digitale Zeitalter&lt;/a&gt; bzw. "&lt;a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;amp;as_qdr=all&amp;amp;q=%22digital+age%22"&gt;digital age&lt;/a&gt;" ist spätestens seit den 90er Jahren in aller Munde. Diese Ausdrücke sind offensichtlich gängige Etiketten für die Bezeichnung des Wandels unserer Gesellschaft zur Wissensgesellschaft, für die Verbreitung von Computer und Internet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Sprachpraxis zeigt, dass Digitalität meist  an die elektronische Übertragbarkeit von Signalen gekoppelt wird. &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Digital#Historical_digital_systems"&gt;Ein Blick in die englischsprachige Wikipedia&lt;/a&gt; genügt indes, um darauf hingewiesen zu werden, dass digitale Medien [1] schon seit Jahrtausenden existieren. Eines der ältesten Beispiele für ein digitales - in diesem Fall sogar binäres - Medium dürfte das Leuchtfeuer sein, welches zwei unterschiedliche Zustände zur Verfügung stellt, um Information zu transportieren: es brennt oder es brennt nicht, an &amp;amp; aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man könnte also behaupten, das digitale Zeitalter habe bereits vor tausenden von Jahren begonnen und die gängige Verwendung des Ausdrucks sei somit unpassend und irreführend. Unpassend und irreführend: ja. Allerdings würde ich jedoch den Beginn der digitalen Ära etwas später ansetzen, frühestens mit der Erfindung der Hieroglyphen um 3000 oder der Alphabetschrift um etwa 1500 bis 800 vor unserer Zeitrechnung. Erst hier hat sich die Praxis etabliert, &lt;span style="font-style: italic;"&gt;komplexe &lt;/span&gt;Sachverhalte mittels eines Codes, d.h. eines beschränkten Inventars von Zeichen, zu kommunizieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Digitalität basiert auf Code&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Und es ist der Code, an dessen Verwendung die Existenz von digitalen Medien notwendigerweise gebunden ist. Ein Code ist eine endliche Menge klar unterschiedener Typen. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Der Code "Alphabet" zum Beispiel besteht aus 26 Buchstabentypen. &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Token_und_Type"&gt;Typen&lt;/a&gt; sind Klassen, abstrakte Entitäten. Schließlich würde niemand  behaupten, er habe &lt;span style="font-style: italic;"&gt;den &lt;/span&gt;Buchstaben 'A' gesehen, denn: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Das&lt;/span&gt; 'A' gibt es nicht, ich sehe immer nur &lt;span style="font-style: italic;"&gt;ein&lt;/span&gt; bestimmtes 'A'. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Die einzelnen sichtbaren Erscheinungsweisen (die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Token_und_Type"&gt;Token&lt;/a&gt;) &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;eines Buchstaben sind äquivalent, untereinander austauschbar. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Dies zeigt sich etwa darin, dass wir unzählige verschiedene Schriftarten &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;haben&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;, die sich miteinander kombinieren lassen und dennoch das Geschriebene nicht unleserlich machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Ein Code ist nie - wie Derrida schreibt - „strukturell geheim“. Selbst, wenn ich eine Schriftsprache nicht verstehe, kann ich den dahinterliegenden Code (das Alphabet) herausfinden und ihn wiedergeben. Bei der gesprochenen Sprache hingegen existiert ein solcher Code nicht, sie ist analog. Die Struktur einer oralen Sprache herausfinden heißt, diese Sprache verstehen. Ohne jedes Verstehen des Geäußerten sind die wahrgenommenen Laute nur Geräusch.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Digitales Zeitalter vs. Bitzeitalter&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was soll das Ganze hier? Texte sind digital, das Internet ist digital, wollen wir sie verstehen, müssen wir die Digitalität verstehen. Auch müssen wir Schrift und Computer(programm) unterscheiden können, um die Revolution, den Wandel verstehen zu können, den Computer und Internet mit sich bringen. In einem &lt;a href="http://www.uebertext.org/2009/07/rettet-das-urheberrecht-verbietet-die.html"&gt;früheren Beitrag&lt;/a&gt; habe ich schon ein Phänomen beleuchtet, wo (Autoren-)Probleme dem Computer oder Internet zugeschrieben wurden, die sich letztlich auf die ursprünglichere Digitalität der Schrift gründen. Gerade mit der Entfaltung des Bitzeitalters (wie ich es jetzt mal nenne) ist meines Erachtens eine differenzierte Betrachtung angebracht, will man die Ursachen und Zusammenhänge bestimmter Phänomene und Probleme ergründen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was macht nun das Bitzeitalter aus? Was sind seine Eigentümlichkeiten? Welche zusätzlichen Features (und Bugs) bringt es mit sich?&lt;br /&gt;Der Binärcode ist Resultat maximaler Reduktion - er besteht nur aus zwei Typen: ja/nein, an/aus. Elektronische Speicherung und Übertragung machen nun auch die Token nahezu körperlos, so dass Informationen&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt; sich problemlos und massenhaft kopieren und transportieren lassen&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt; und überall und jederzeit abrufbar sind. Dennoch können die Tokens wiederum nicht ohne körperliche Trägermedien existieren. Zudem ist für Menschen der Binärcode selbst nicht  lesbar und somit untrennbar an Hard- und Software gebunden, die ihn lesbar machen. Hieraus ergeben sich dann etwa die Probleme der digitalen Langzeitarchivierung.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;br /&gt;Welche weiteren Möglichkeiten und Probleme bringt das Bitzeitalter mit sich? Was sind die Eigentümlichkeiten von Programmcode, Hypertext und XML? Ich bin sicher, dass ich auf diese und andere Fragen zurückkommen werde. Zunächst bin ich aber mit diesen zwar grundlegenden aber nicht &lt;/span&gt;tiefgehenden, weil knappen Ausführungen am Ende angelangt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[1] Im Unterschied zur gängigen Verwendung des Ausdrucks 'Medium' für körperliche Kommunikationsmittel (Fernsehen, Radio, Buch, Zeitung etc.) gebrauche ich einen weiten Medienbegriff, der auch Schrift, orale Sprache, Malerei usw. umfasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Quellen:&lt;br /&gt;Mein Verständnis des Digitalen speist sich aus den Texten &lt;a href="http://openlibrary.org/b/OL9050627M"&gt;"Sprachen der Kunst"&lt;/a&gt; (hier: Kapitel IV)  und &lt;a href="http://openlibrary.org/b/OL12761861M/"&gt;"Revisionen"&lt;/a&gt; (hier: Kapitel VIII) von Nelson Goodman, der die Digitalität akribisch mithilfe logischer Terminologie definiert. Der Text "Signatur. Ereignis. Kontext" (u.a. &lt;a href="http://openlibrary.org/b/OL23842283M/Die_diff%C3%A9rance"&gt;hier&lt;/a&gt; (S.68-109) erschienen) von Jacques Derrida ist auch sehr aufschlussreich.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-9097478814970463300?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/9097478814970463300/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/07/wann-ist-digitalitat.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/9097478814970463300'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/9097478814970463300'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/07/wann-ist-digitalitat.html' title='Wann ist Digitalität?'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-8115667150257984758</id><published>2009-08-17T20:07:00.000+02:00</published><updated>2009-08-17T22:10:04.443+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='bibliothek minibib'/><title type='text'>minibib: Bibliothek im Park</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_tfJ7QO6RkpE/SompweTi4sI/AAAAAAAAACg/5VEruRW8LS4/s1600-h/minibib01.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_tfJ7QO6RkpE/SompweTi4sI/AAAAAAAAACg/5VEruRW8LS4/s320/minibib01.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5371010680849883842" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: trebuchet ms;"&gt;Was sah ich da gestern bei einem kleinen Familienausflug im Stadtgarten Kölns: ein kleines, feines neues Häuschen, das zudem noch Bücher beherbergt. Ein zweiter Blick brachte Sicherheit. Da ist, ohne dass ich es mitbekommen hätte, die erste "Minibib" Deutschlands in Köln aufgestellt worden. Die Eröffnung fand schon am 30. Juni dieses Jahres statt. (Vielleicht sollte ich doch einmal den Lokalmedien mehr Aufmerksamkeit schenken...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein nettes Konzept: Bibliothek ohne Computer, ohne Ausweise und ohne Bibliothekare. Allein etwa 1000 Bücher verschiedener Sparten (Kinder-, Jugend- &amp;amp; Sachbücher, Romane) warten darauf ausgeliehen und gelesen zu werden. Die Bücher werden aus Schenkungen an die Stadtbibliothek ausgewählt und in der Minibib aufgestellt. Eine &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: trebuchet ms;" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_tfJ7QO6RkpE/SomrEITVn1I/AAAAAAAAACo/-R_QtY6fLuA/s1600-h/minibib02.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_tfJ7QO6RkpE/SomrEITVn1I/AAAAAAAAACo/-R_QtY6fLuA/s320/minibib02.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5371012118052446034" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: trebuchet ms;"&gt;ehrenamtliche Person berät und informiert und passt auf, dass jedeR nur ein Buch ausleiht und nichts durcheinander kommt. Die Leihfrist beträgt zwei Wochen, allerdings ist das eher ein Richtwert - kontrollieren kann und will es ja niemand. Eine kleine Strichliste dient dem Überblick über Ausleihen und Rückgaben. Wie mir die ehrenamtliche Mitarbeiterin gestern bestätigte, übertrifft der Rücklauf die optimistischsten Erwartungen. Das Vertrauensprinzip scheint aufzugehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: trebuchet ms;"&gt;Wir jedenfalls nahmen diese Gelegenheit zu einer kleinen Ruhepause mit Kinderbüchern gerne wahr und werden sicher auch in Zukunft öfter mal vorbeischauen...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: trebuchet ms;"&gt;Weitere Infos unter &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: trebuchet ms;" href="http://www.stbib-koeln.de/foerderverein/index.htm"&gt;http://www.stbib-koeln.de/foerderverein/index.htm&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-8115667150257984758?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/8115667150257984758/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/08/minibib-bibliothek-im-park.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/8115667150257984758'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/8115667150257984758'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/08/minibib-bibliothek-im-park.html' title='minibib: Bibliothek im Park'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_tfJ7QO6RkpE/SompweTi4sI/AAAAAAAAACg/5VEruRW8LS4/s72-c/minibib01.JPG' height='72' width='72'/><thr:total 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width="15" height="15" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;table id="identi-content-table" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td valign="top" width="370"&gt;&lt;div id="identi-interface-results"&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td valign="top" width="200"&gt;&lt;div id="identi-interface-sgn"&gt;&lt;table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"&gt;&lt;/table&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div id="identi-interface-message"&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Im Studium zum (wissenschaftlichen) Bibliothekar nimmt die Katalogisierung selbstverständlich einen wichtigen Platz ein. Der Stoff: RAK, AACR, MARC &amp;amp; MAB. Das hört sich nicht nur trocken an... Aber was machen Katalogisierer nun eigentlich? Auf welche Handlungstypen lässt sich diese vergleichsweise streng geregelte Tätigkeit runterbrechen? Ich denke, diese Fragen verdienen einige Aufmerksamkeit, will man &lt;span style="font-style: italic;"&gt;verstehen&lt;/span&gt;, was Katalogisieren ist. Aus diesem Grund habe ich versucht, diese "Grundoperationen" der Katalogisierung zu sammeln. (Falls ich was Wichtiges vergessen oder etwas nicht richtig dargestellt habe, bitte bellen.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Katalogisierung lassen sich folgende sechs Aktionstypen, die ich weiter unten näher erläutern werden, unterscheiden: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Klassifizieren&lt;/span&gt;,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Normieren, &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Exzerpieren,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Verknüpfen&lt;/span&gt;,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ein-/Zuordnen&lt;/span&gt;,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Kooperieren&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;In einer Mindmap (mit der Open-Source-Software XMind erstellt, am besten &lt;a href="http://share.xmind.net/acka47/basic-operations-of-the-cataloging/"&gt;hier&lt;/a&gt; im Vollbildmodus anzuschauen) sieht das ganze dann so aus:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe id="xmindshare_embedviewer" src="http://share.xmind.net/_embed/acka47/basic-operations-of-the-cataloging/" scrolling="no" width="900" frameborder="0" height="300"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:trebuchet ms;" &gt;Klassifizieren &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Beim Klassifizieren handelt es sich um die Voraussetzung bibliothekarischer Inhaltserschließung (d.h., wenn man keine frei Schlagwortvergabe = Tagging zulässt ;-)). Klassifizieren besteht in der Erschaffung eines kontrollierten Vokabulars (einer Klassifikationen oder eines Thesaurus). Den Klassen einer Klassifikation werden in einem nächsten Schritt &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;(vgl. Ein- und Zuordnen)&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt; die einzelnen Bücher und andere Medien zugewiesen, die es inhaltlich zu erschließen gilt und sie werden mit Schlagwörtern versehen, die Teil eines Thesaurus sind . In der Bibliothekswelt gilt traditionellerweise: Keine Klassenzuweisung ohne Klassifikation und keine Schlagwortvergabe ohne eine bestimmtes, d.h. vorgegebenes Repertoire möglicher Schlagwörter.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:100%;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:trebuchet ms;font-size:100%;"  &gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Normieren&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Normierung oder Standardisierung geschieht bei der Katalogisierung in Bezug auf die sogenannten Ansetzungsformen. Dies sind die Vorgaben, wie man Entitäten, die über verschiedene Datensätze verteilt immer wieder auftauchen (können), in einen Datensatz einträgt, also Personen und Körperschaften (Institutionen wie Verlage oder Universitäten). Auch die Bestimmung von Schlagwörtern und Klassenbezeichnungen (d.h. die Klassifizierung) ist eine Normierung, der ich aber einen eigenen Punkt zugewiesen habe, weil Bibliothekarinnen dabei einen größeren Gestaltungsspielraum haben. Die Menge und Bezeichnung von Autoren und Körperschaften wird aber eben von außen vorgegeben.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Exzerpieren (&amp;amp;Anpassen)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Die sogenannte "Autopsie" bei der Sacherschließung, d.h. die Übernahme der Angaben von der Titelstelle und anderen Stellen eines Mediums in den Datensatz, ist nichts anderes als ein Exzerpt, eine Kopie von Teilen eines Textes. Darüberhinaus gibt es eben Regeln, welche Angaben einer Normierung (etwa durch eine Normdatei) unterliegen und dementsprechend im Datensatz angepasst werden müssen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:trebuchet ms;font-size:100%;"  &gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Verknüpfen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Verknüpfen gehört zumindest in Deutschland schon lange zur Katalogisierungspraxis. (Ich glaube im angelsächsischen Raum läuft das anders, ich kenne mich da aber nicht aus.) So werden die Autorenangaben, Schlagwörter und Körperschaften durch Angabe der jeweiligen ID mit ihrem Normdatensatz verknüpft.&lt;br /&gt;Ähnliche und darüber hinausgehende Verknüpfungen sehen auch die noch nicht praktizierten Functional Requirements for Bibliogaphic Records (FRBR) vor. (Wie etwa Anne Christensen kürzlich mit Verweis auf den Horizon-Report &lt;a href="http://log.netbib.de/archives/2009/07/13/horizon-report-was-trends-im-bildungsbereich-mit-bibliotheken-zu-tun-haben"&gt;geschrieben&lt;/a&gt; hat, spielen semantische Anwendungen (und als deren Grundlage semantische Annotationen und Verknüpfungen wie jene auf der Basis von FRBR) in Zukunft eine wichtige Rolle. Eine Umsetzung der FRBR wäre sicher ein Schritt in die richtige Richtung.)&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:100%;" &gt;Ein- bzw. Zuordnen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Das &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ein&lt;/span&gt;ordnen&lt;span style="font-style: italic;"&gt; &lt;/span&gt;vollziehen Katalogisierer durch die Einordnung von Katalogisaten in die Klassen einer Klassifikation. Schlagwörter werden einem Katalogisat &lt;span style="font-style: italic;"&gt;zu&lt;/span&gt;geordnet.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Kooperieren&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:trebuchet ms;font-size:100%;"  &gt;Ich weiß nicht, wann die Geschichte der kooperativen Katalogisierung begann, in den 70er Jahren wurde diese Praxis in Deutschland mit der Errichtung von Bibliotheksverbünden institutionalisiert. Durch die Möglichkeit maschineller Bearbeitung der Daten mittels Elektronischer Datenverarbeitung (EDV) war eine bequeme und effiziente Vervielfältigung und Nachnutzung der Daten Realität geworden. (Der Transport lief damals allerdings noch nicht elektronisch ab. Zum hbz gehörte lange Jahre ein Fahrzeug plus Fahrer, die für den Transport der Magnetbänder zwischen der Verbundzentrale und den Verbundbibliotheken zuständig war.)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:trebuchet ms;font-size:100%;"  &gt;Das Kooperieren fällt hier offensichtlich ein wenig aus dem Rahmen, weil es keine Tätigkeit wie die Vergabe von Schlagwörtern oder dar Erstellen einer Klassifikation ist. Kooperation stellt (idealerweise) den Hintergrund der gesamten Katalogisierung dar und berührt somit alle anderen Aspekte. Und eben weil die Arbeitsteilung und gegenseitige Unterstützung in der Katalogisierung ihren festen Platz hat, halte ich es für wichtig, diesen Aspekt hier auch anzuführen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-2661668202837957857?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/2661668202837957857/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/07/grundoperationen-der-katalogisierung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/2661668202837957857'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/2661668202837957857'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/07/grundoperationen-der-katalogisierung.html' title='Grundoperationen der Katalogisierung'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-2603648381681495019</id><published>2009-07-16T15:35:00.000+02:00</published><updated>2009-07-16T17:21:56.945+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='phaidros'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='urheberrecht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='platon'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='heidelberger appell'/><title type='text'>Rettet das Urheberrecht, verbietet die Schrift!</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Dieses ganze Geblubber von Leuten wie Roland Reuß und auch Volker Rieble gestern wieder auf einer Anti-Google- und Anti-Open-Access-Veranstaltung mit dem Titel "Autorschaft als Werkherrschaft in digitaler Zeit" im Frankfurter Literaturhaus, lässt einen nur ratlos mit der Schulter zucken. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Reuß und Rieblen sehen sich offensichtlich als hochgeistige Menschen an, deren Schriftprodukte deswegen auch nur von einem erlauchten Kreis ebenso "intellektueller" Personen gelesen werden sollten. Alles andere würde ihre Werke entwerten. Deshalb müsse ein Autor derartige Kontrolle über sein Werk haben, dass er die Kontexte bestimmen kann, in denen das Werk präsentiert wird.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Zum Hintergrund meiner Interpretation hier einige Originalquellen und Paraphrasen entsprechender Aussagen von Reuß und Rieble.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 25.4.2009 &lt;/span&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc%7EE88C0C309611442D58D2656E1A443D41C%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;schreibt Reuß in der FAZ&lt;/a&gt;:&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;blockquote&gt;Niemand kann ihm [dem Wissenschaftler, AP] vorschreiben, in welchem Kontext sein Werk erscheint - oder gar diesen Kontext durch das unerlaubte Hochladen einer Arbeit auf irgendeinen Server bestimmen.&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Wolfgang Tischer &lt;a href="http://www.literaturcafe.de/heidelberger-appell-frankfurter-literaturhaus-tagung/"&gt;paraphrasiert&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; &lt;/span&gt;Reuß' gestrige Ausagen zum Thema wie folgt:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote style="font-family: trebuchet ms;"&gt;Open Access berge laut Reuß die Gefahr, dass das Werk in einer Art und in einem Umfeld präsentiert werden könnte, wie es der Urheber niemals intendiert habe.&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Thierry Chervel &lt;a href="http://www.perlentaucher.de/blog/51_die_fruechte_des_internets"&gt;fasst Volker Riebles "Gedanken" zusammen&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Er [Volker Rieble] sah sich zum Beispiel als Teil einer Elite und möchte bestimmte seiner Werke nicht ohne seine Zustimmung einem von ihm als unqualifiziert angesehenen Netzpublikum zugeführt sehen. &lt;/blockquote&gt;Passenderweise &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;fügt &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Thierry Chervel &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;hinzu: "Bei späterer Gelegenheit wird er sicherlich erklären, wie er den Zugang zu Bibliotheken zu regulieren gedenkt." An diesen Gedanken möchte ich anknüpfen und ihn weiterführen. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Mich erinnert das Ganze nämlich doch sehr an die einschlägige Schriftkritik in Platons Dialog "Phaidros" (275d), wo es heißt:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Ist sie aber einmal geschrieben, so schweift auch überall jede Rede gleichermaßen unter denen umher, die sie verstehen, und unter denen, für die sie nicht gehört, und versteht nicht, zu wem sie reden soll, und zu wem nicht. Und wird sie beleidiget oder unverdienterweise beschimpft, so bedarf sie immer ihres Vaters Hülfe; denn selbst ist sie weder sich zu schützen noch zu helfen im Stande.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;(Übersetzung von Friedrich Schleiermacher, siehe auch &lt;a href="http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=2459&amp;amp;kapitel=8&amp;amp;cHash=a86ab6aa2a2#gb_found"&gt;den Phaidros im Projekt Gutenberg&lt;/a&gt;.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Ansichten Reuß', die &lt;a href="http://gig.antville.org/stories/1917670/"&gt;Andrea Diener unter dem Schlagwort "Texturheberschaft als Mutterschaft"&lt;/a&gt; zusammenfasst, passen doch vorzüglich in diese Weltsicht. Es ist eben die Schrift - und nicht das Internet -, die den Vätern und Müttern die Kontrolle über ihre geistigen Kinder schon lange entzogen hat. Vielleicht sollten Reuß und Co. also mal ihren Gedanken zuendeführen und den radikalen Schluss ziehen: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Rettet das Urheberrecht, verbietet die Schrift!&lt;/span&gt; Dann würde wenigstens jeder auf Anhieb merken, was da für ein Unsinn geredet wird.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-2603648381681495019?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/2603648381681495019/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/07/rettet-das-urheberrecht-verbietet-die.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/2603648381681495019'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/2603648381681495019'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/07/rettet-das-urheberrecht-verbietet-die.html' title='Rettet das Urheberrecht, verbietet die Schrift!'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-8528550992083473461</id><published>2009-07-06T22:29:00.000+02:00</published><updated>2009-07-16T16:57:53.022+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='schlagwörter'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='sprachkritik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='schlagworte'/><title type='text'>Schlagworte oder Schlagwörter?</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;In letzter Zeit sind mir öfter Leute begegnet, die beim Sprechen (und leider auch Schreiben) nicht zwischen Worten und Wörtern unterscheiden. Diese Unwissenheit macht offensichtlich auch vor &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;ProfessorInnen der Bibliotheks- und Informationswissenschaften nicht halt. Das "Deutschlehrermaskottchen" Bastian Sick (so etikettiert von Wiglaf Droste) hat natürlich schon längst &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: trebuchet ms;" href="http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,307445,00.html"&gt;die Verhältnisse klargestellt&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;. Ich entblöde mich aber nicht, auch noch meinen Senf dazuzugeben, weil ich die Unterscheidung doch für das Bibliotheks- und Informationswesen als sehr relevant erachte.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt; Damit also diese nützliche Unterscheidung aus unserer Sprache nicht verschwinden mag, hier mein Beitrag zum Erhalt dieser Differenz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wörter sind nicht Worte! &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Wörter kann man zählen, Worte nicht. &lt;/span&gt; &lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Wörter sind linguistische Einheiten, in der Schrift durch zwei Leerzeichen von anderen Wörtern getrennt. Worte können Gedanken, Aussprüche, Gedichte oder sogar ganze literarische Werke sein. Kompliziert ausgedrückt: Wenn wir vom Wort 'Gott' &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;sprechen, hat das Wort 'Wort' eine andere Bedeutung,&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt; als wenn wir uns über das "Wort Gottes" unterhalten. Ersteres hat den Plural 'Wörter' und letzteres den Plural 'Worte'.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;br /&gt;Folglich ist es mindestens unglücklich, im bibliothekarischen Bereich von Schlagworten zu sprechen, wenn man über die Deskriptoren eines kontrollierten Vokabulars spricht, weil diese ein Musterbeispiel für eine abzählbare Menge von Wörtern sind, vergleichbar mit einem &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wörter&lt;/span&gt;buch. Und deshalb heißen sie Schlag&lt;span style="font-style: italic;"&gt;wörter&lt;/span&gt;. Schlag&lt;span style="font-style: italic;"&gt;worte&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;, d.h.  Slogans, Parolen oder Losungen, &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;hingegen werden von Politikern, Journalisten oder Werber&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;n benutzt. Sie können aus einzelnen Wörtern wie ganzen Phrasen bestehen, in einem Thesaurus sind sie aber nicht zu finden...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-8528550992083473461?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/8528550992083473461/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/07/schlagworte-oder-schlagworter.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/8528550992083473461'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/8528550992083473461'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/07/schlagworte-oder-schlagworter.html' title='Schlagworte oder Schlagwörter?'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-7236125264566733354</id><published>2009-06-28T22:26:00.000+02:00</published><updated>2009-06-28T23:26:15.097+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='oclc policy'/><title type='text'>OCLC: Policy zurückgezogen</title><content type='html'>Es war eh bereits klar: Schon am 20. Mai hatte Jennifer Younger, Leiterin des &lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;a href="http://www.oclc.org/us/en/worldcat/catalog/policy/board/default.htm"&gt;Review Board on Principles of Shared Data Creation and Stewardship&lt;/a&gt;,&lt;/span&gt;  OCLC aufgefordert (&lt;a href="http://vidego.multicastmedia.com/player.php?p=v07n97t9"&gt;Flash-Video&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.oclc.org/us/en/worldcat/catalog/policy/20090518-MC-Jennifer_Younger.pdf"&gt;Präsentationsfolien&lt;/a&gt;), seinen &lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;&lt;/span&gt;Policy-Entwurf zurückzuziehen und einen transparenten partizipativen Prozess zur Entwicklung einer neuen Policy anzustoßen.  Eine Bestätigung dieser Entscheidung durch OCLC hatte noch gefehlt.&lt;br /&gt;Vorgestern wurde nun der &lt;a href="http://www.oclc.org/us/en/worldcat/catalog/FinalReport_ReviewBoard.pdf"&gt;Abschlussberichts des Reviewboards&lt;/a&gt;  veröffentlicht und OCLC hat den Policy-Entwurf &lt;a href="http://www.oclc.org/news/releases/200939.htm"&gt;formal zurückgezogen&lt;/a&gt;. Eine neue Gruppe solle bald zusammengestellt werden, um - diesmal unter Beteiligung der OCLC-Mitglieder - eine neue Policy zu entwerfen.&lt;br /&gt;So weit, so gut. Jetzt beginnt der lange Prozess, eine gemeinsame Metadaten-Policy in einer weltweiten Organisation mit über 70 000 Mitgliedsinstitutionen zu entwickeln. Das kann schonmal ein paar Jahre dauern. OCLC verweist darauf, dass solange weiterhin die &lt;a style="font-style: italic;" href="http://www.oclc.org/support/documentation/worldcat/records/guidelines/default.htm" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outbound/article/www.oclc.org');" title="Guidelines for the Use and Transfer of OCLC-Derived Records"&gt;Guidelines for the Use and Transfer of OCLC-Derived Records&lt;/a&gt; gelten. &lt;br /&gt;Am besten, die Mitglieder einigen sich schnell darauf, die WorldCat-Metadaten der Öffentlichkeit zur freien Verfügung zu stellen. Was spräche auch dagegen, wenn man bedenkt, dass Bibliotheken seit Jahrhunderten die Texte anderer Leute frei zugänglich machen? Wieso also mit den eigenen Texten - und nichts anderes sind ja Metadaten - nicht das Gleiche tun?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-7236125264566733354?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/7236125264566733354/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/06/oclc-policy-zuruckgezogen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/7236125264566733354'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/7236125264566733354'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/06/oclc-policy-zuruckgezogen.html' title='OCLC: Policy zurückgezogen'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-6790046923903983859</id><published>2009-05-13T09:31:00.000+02:00</published><updated>2009-05-13T10:16:05.056+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='oclc policy'/><title type='text'>Bibliotheksverbünde lehnen OCLC-Policy ab</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: trebuchet ms;"&gt;Gestern hat die International Coalition of Library Consortia (ICOLC) eine &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: trebuchet ms;" href="http://www.library.yale.edu/consortia/statement-oclcrecorduse.htm"&gt;Erklärung zu OCLCs Policy-Entwurf&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: trebuchet ms;"&gt; veröffentlicht, in der OCLC aufgefordert wird, diesen Vorschlag zurückzuziehen und eine von Grund auf neue Policy zu verfassen. Die ICOLC ist eine informelle Vereinigung von knapp 150 Bibliotheksverbünden aus aller Welt und ihrer Stimme hat deshalb eine Menge Gewicht. Die Stellungnahme wird von vielen ihrer Mitgliedsorganisationen getragen. (Tim Spalding sieht daher die Policy in der von OCLC vorgeschlagenen Form als &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: trebuchet ms;" href="http://www.librarything.com/thingology/2009/05/oclc-policy-good-night.php"&gt;endgültig gescheitert&lt;/a&gt; an.)&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: trebuchet ms;"&gt;Die Erklärung der ICOLC unterstützt den Inhalt des &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: trebuchet ms;" href="http://www.arl.org/bm%7Edoc/oclc-report-jan09.pdf"&gt;ARL-Berichts&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: trebuchet ms;"&gt; zur Policy und hebt besonders drei Punkte hervor:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote style="font-family: trebuchet ms;"&gt;1. Die Policy behindert Innovation anstatt sie zu fördern. OCLC missachte die vielfältigen und komplexen Interessen der internationalen Bibliotheksgemeinschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Der Policy-Entwurf geht weit über den Schutz gegen kommerziellen Missbrauch von WorldCat-Daten hinaus und erstreckt sich auch auf den nicht-kommerziellen Gebrauch der Daten, etwa durch Bibliotheksverbünde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Der Policy-Entwurf ist rechtlich unpräzise und unvollständig.&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-family: trebuchet ms;"&gt;Alle Zeichen deuten nunmehr darauf hin, dass es einen Neustart der Policy-Entwicklung geben  wird und daraufhin - so bleibt zu hoffen - ein so partizipativer wie transparenter Neuformulierungsprozess beginnen wird. Mal sehen, was das Treffen des OCLC-Mitgliederrats vom 17. bis 19. Mai mit sich bringt. &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: trebuchet ms;" href="http://dltj.org/article/oclc-record-use-policy-update/"&gt;Peter Murray befasst sich in einem Blogbeitrag&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: trebuchet ms;"&gt; mit der bevorstehenden Präsentation der Zwischenergebebnisse des &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: trebuchet ms;" href="http://www.oclc.org/us/en/worldcat/catalog/policy/board/default.htm"&gt;Review Board of Shared Data Creation and Stewardship&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: trebuchet ms;"&gt; bei diesem Treffen und der konkreten Informations- und Diskussionspolitik im Anschluss daran.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-6790046923903983859?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/6790046923903983859/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/05/bibliotheksverbunde-lehnen-oclc-policy.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/6790046923903983859'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/6790046923903983859'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/05/bibliotheksverbunde-lehnen-oclc-policy.html' title='Bibliotheksverbünde lehnen OCLC-Policy ab'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-1239137706684257571</id><published>2009-04-24T12:00:00.000+02:00</published><updated>2009-07-03T20:41:08.652+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='worldcat'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='worldcatlocal'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='oclc'/><title type='text'>OCLC plant Internet Library Services</title><content type='html'>Werden Bibliothekssysteme (englisch: Integrated Library Systems ILS) in Zukunft durch Internet Library Services ersetzt? Das Online Computer Library Center (OCLC) verfolgt offensichtlich dieses Ziel. Der Welt größte Bibliotheksorganisation aus Dublin, Ohio &lt;a href="http://www.oclc.org/us/en/news/releases/200927.htm"&gt;verkündete&lt;/a&gt; gestern ihre Strategie, die darauf hinausläuft &lt;a href="http://www.oclc.org/worldcatlocal/default.htm"&gt;WorldCat Local&lt;/a&gt; in ein Konkurrenzprodukt zu klassischen Bibliothekssystemen auszubauen. Geplant ist die Entwicklung des WorldCat-basierten Lokalkatalogs zu einem integrierten Service, der neben einem Online-Katalog eben auch Funktionen umfasst, die bisher von Bibliothekssystemen übernommen wurden. Im ersten Schritt vom Integrated Library System zum Internet Library Service erhalten alle zahlenden OCLC-Mitglieder mit einem &lt;a href="http://www.oclc.org/firstsearch/"&gt;Firstsearch&lt;/a&gt;-Abo die Möglichkeit WorldCat Local als "&lt;a href="http://www.oclc.org/worldcatlocal/quickstart/default.htm"&gt;quick start&lt;/a&gt;"-Version ohne zusätzliche Kosten zu nutzen. Ab nächstem Jahr soll WorldCat Local dann mit weiteren Funktionen für Ausleihe, Erwerbung und Lizenzmanagement ausgestattet werden. Der kooperative Charakter des ganzen Systems soll den Bibliotheken zusätzlichen Nutzen bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Klarstellung: OCLC selbst bezeichnet den beabsichtigen Service als "cooperative library management service" oder "platform-as-a-service" und spricht die Konkurrenz zu bestehenden Bibliothekssystemen und seine Absichten auf dem Markt für Bibliothekssysteme nicht konkret an. Der Ausdruck "Integrated Library System (ILS)" findet sich in keinem der OCLC-Texte zum Thema. Marshall Breeding macht allerdings in seinem &lt;a href="http://www.libraryjournal.com/article/CA6653619.html"&gt;Beitrag für das "Library Journal"&lt;/a&gt; deutlich:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;"This new project, which OCLC calls 'the first Web-scale, cooperative library management service,' will ultimately bring into WorldCat Local the full complement of functions traditionally performed by a locally installed integrated library system (ILS)."&lt;/blockquote&gt;Es ist davon auszugehen, dass die zunächst geförderte Interoperabilität zwischen WorldCat Local und lokalen Bibliotheksystemen nur ein Übergangsstadium ist auf dem Weg zu einer Ablösung der lokalen Systeme durch OCLCs Plattform-Service.  Die neue Strategie OCLCs wird also einige Bewegung in die ILS-Industrie bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Eine lange überfällige Entwicklung&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;OCLC setzt nun also um, was in der Bibliothekswelt schon lange überfällig war. Wieso haben denn Bibliotheken ihr eigenes Lokalsystem, in dem die gleichen Daten vorgehalten werden, die sich auch im Verbundkatalog befinden? Wenn ein Bibliothekskatalog auch einfach als eine Teilmenge des Verbundkatalogs implementiert werden kann? Ich bin erst seit kurzer Zeit im Bibliothekswesen und habe mir diese Fragen schon öfter gestellt. Ein solcher Ansatz wie der OCLCs würde sämtliche Synchronisationsprobleme verschwinden lassen und auch müssten Bibliotheken keine lokale Server- und Softwareinfrastruktur mehr unterstützen. Zudem ergeben sich mit einer gemeinsamen Infrastruktur neue Möglichkeiten der Kooperation. OCLC sagt dazu:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;"OCLC's vision is similar to Software as a Service (SaaS) but is distinguished by the cooperative "network effect" of all libraries using the same, shared hardware, services and data, rather than the alternative model of hosting hardware and software on behalf of individual libraries."&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;Unter dem technischen Aspekt ist dies also eine logische und zu begrüßende Entwicklung, die man nur gutheißen kann. Allerdings ergeben sich einige Probleme durch den enormen Machtzuwachs des - ohnehin weltweit mächtigsten - Unternehmens im Bibliothekswesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Ein Ausbau des OCLC-Monopols?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;So interessant und sinnvoll die Entwicklung ist,  nach unseren &lt;a href="http://www.scribd.com/doc/13166453/OCLC-WorldCat-und-die-MetadatenKontroverse"&gt;Erfahrungen mit der versuchten Verordnung einer OCLC-Metadaten-Policy&lt;/a&gt; bestehen berechtige Bedenken, dass OCLC versucht, sein (zumindest im angloamerikanischen Raum) de facto Metadaten-Monopol  zu nutzen, um auch ein Software-Monopol aufzubauen. Tim Spalding &lt;a href="http://www.librarything.com/thingology/2007/04/worldcat-think-locally-act-globally.php"&gt;spekulierte&lt;/a&gt; schon vor zwei Jahren über solche Absichten OCLCs und &lt;a href="http://www.librarything.com/thingology/2009/04/oclc-end-game.php"&gt;warnt auch heute&lt;/a&gt; vor einem OCLC-Monopol.&lt;br /&gt;Fakt ist: Wenn die Mitglieder nicht die geplante Metadaten-Policy verhindern oder substantiell ändern, dann wird OCLC auch im Bereich der Bibliothekssysteme übermäßige Macht bekommen. Denn: Mit einer WorldCat-Metadaten-Policy,  die verbietet, unter Verwendung von WorldCat-Daten "the function, purpose, and/or size of WorldCat" nachzubilden, kann kein anderer Anbieter ernsthaft in Konkurrenz zu OCLC treten. Es wäre einfach nicht möglich die erforderliche Datenmenge aufzubauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Somit macht die von OCLC angekündigte Strategie nur noch deutlicher: Die OCLC-Mitglieder, ja die gesamte bibliothekarische Gemeinschaft müssen für eine WorldCat-Metadaten-Policy kämpfen, welche die WorldCat-Daten unter eine Lizenz stellt, die den freien Zugriff auf diese Daten sowie ihren unbegrenzten Transfer erlaubt. Da das Erstellen der Metadaten zum größten Teil aus öffentlichen Mitteln finanziert wurde, ist diese Forderung ohnehin die einzig konsequente.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-1239137706684257571?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/1239137706684257571/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/04/oclc-plant-internet-library-services.html#comment-form' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/1239137706684257571'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/1239137706684257571'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/04/oclc-plant-internet-library-services.html' title='OCLC plant Internet Library Services'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-4652583735739603784</id><published>2009-04-14T11:01:00.003+02:00</published><updated>2009-11-17T14:16:28.147+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='arl'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zukunft der bibliothek'/><title type='text'>Ein Weckruf</title><content type='html'>von &lt;span expr:about='http://www.uebertext.org/2009/04/ein-weckruf.html' property=dc:creator&gt;Peter Mayr&lt;/span&gt; Adrian Pohl&lt;br /&gt;[Diese Rezension ist ein Gemeinschaftsprodukt von Peter Mayr (&lt;a href="http://hatorikibble.wordpress.com/"&gt;Blog&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://twitter.com/hatorikibble"&gt;Twitter&lt;/a&gt;) und mir. Wir haben sie im Rahmen des &lt;a href="http://www.fbi.fh-koeln.de/studium/wbma/wbma.htm"&gt;MALIS an der FH Köln&lt;/a&gt; verfasst.]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Transformational Times: An Environmental Scan Prepared for the ARL Strategic Plan Review Task Force. (2009). (S. 24). Association of Research Libraries. Abgerufen April 3, 2009, von &lt;a href="http://www.arl.org/bm%7Edoc/transformational-times.pdf" rel="nofollow"&gt;http://www.arl.org/bm~doc/transformational-times.pdf&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;div class="panel" style="border-width: 1px;"&gt;&lt;div class="panelContent"&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 130%; font-weight: bold;"&gt;Das Papier&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.blogger.com/post-edit.g?blogID=6884044530903590185&amp;amp;postID=4652583735739603784" name="Rezension-DasPapier"&gt;&lt;/a&gt;  &lt;br /&gt;Mit "Transformational Times" legt die Association of Research Libraries (ARL) eine zukunftsweisende Studie vor, die an Deutlichkeit nicht zu wünschen übrig lässt. Das als "environmental scan" bezeichnete Papier zeichnet ein grobes Bild der zukünftigen Entwicklungen in Forschung, Wissenschaft, Politik und Recht, an denen sich wissenschaftliche Bibliotheken zu orientieren haben. Der Weckruf kommt von einer kraftvollen Organisation, deren Stimme in Bibliothekswesen und -politik Nordmerikas einiges Gewicht hat. Die &lt;a href="http://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Association_of_Research_Libraries&amp;amp;oldid=260724760" rel="nofollow"&gt;Association of Research Libraries&lt;/a&gt; ist eine Vereinigung von großen Forschungsbibliotheken in den USA und Kanada. Ein annäherungsweise vergleichbarer Zusammenschluss in Deutschland ist die &lt;a href="http://www.aspb.de/" rel="nofollow"&gt;Arbeitsgemeinschaft der Spezialbibliotheken (ASPB)&lt;/a&gt;, deren Mitlieder allerdings aus einem breiteren Spektrum von Bibliotheken stammen.&lt;br /&gt;"Transformational Times" dient als Grundlage für eine Neuausrichtung der ARL-Strategie, auf deren Basis schließlich die Prioritäten und Aktivitäten für die kommenden Jahre festgelegt werden sollen. Der "environmental scan" betrachtet die Entwicklung der Umwelt wissenschaftlicher Bibliotheken und unterscheidet hierzu drei Bereiche, denen jeweils ein Kapitel gewidmet wird:&lt;br /&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;Die Verfahren der &lt;b&gt;Kommunikation und Publikation in den Wissenschaften&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Die Auswirkungen von &lt;b&gt;Politik und Gesetzgebung&lt;/b&gt; auf die Bibliothekswelt (auf USA &amp;amp; Kanada beschränkt)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Die Rolle der Bibliothek beim &lt;b&gt;Forschen, Lernen und Lehren&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;Besonders interessant sind die Punkte 1 und 3, weil sich hier größere Parallelen zur Entwicklung in Europa finden.&lt;br /&gt;Bevor die einzelnen Kapitel näher betrachtet werden, hier einige Schlüsseltrends, die sich herauskristallisieren:&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Bibliotheken müssen die Abläufe zur Verwaltung traditioneller Inhalte verändern und neue Fähigkeiten für den Umgang mit neuen Typen von digitalen Materialien und neuen (digitalen) Formen von Lehre, Lernmitteln, Spezialbeständen und Forschungsdaten entwickeln.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Die widerstreitende Entwicklung von immer restriktiveren geistigen Eigentumsrechten auf der einen und Open-Access-Modellen auf der anderen Seite wird sich verstärken.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Öffentliche Einrichtungen müssen in zunehmenden Maße eigene Erfolge gegenüber Unterhaltsträgern durch Zahlen belegen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Neue kooperative Herangehensweisen an traditionelle und neue Praktiken sind gefragt.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Bibliotheken müssen Veränderungen ihrer Organisationsstrukturen und Dienstleistungen vornehmen und dafür heterogeneres Personal einstellen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Der kontinuierliche starke Wandel in den Forschungs- und Lehrmethoden führt zu neuartigen Beziehungen zu den BibliotheksnutzerInnen.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h2&gt;&lt;a href="http://www.blogger.com/post-edit.g?blogID=6884044530903590185&amp;amp;postID=4652583735739603784" name="Rezension-DieInhalte"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-size: 130%;"&gt;Die Inhalte&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;Hier nun eine kurze Wiedergabe der wichtigsten Punkte in den einzelnen Abschnitten.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-size: 100%;"&gt;"Trends in Scholarly Communication"&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Die ARL sagt in diesem Abschnitt eine Phase der ständigen Transformation und Entwicklung der wissenschaftlichen Kommunikations- und Publikationsstrukturen - u.a. als Reaktion auf die Zeitschriftenkrise - voraus. Dies zwinge Bibliotheken dazu, ihre Dienstleistungen zu verlagern und weiterzuentwickeln. Dazu sei eine Kommunikation und Kooperation mit anderen Partnern - insbesondere den Wissenschaftlern selber - unerlässlich. Bibliotheken müssten den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsprozess kennen, um diesen zu fördern und die richtigen Dienste anbieten zu können. Eine besondere Herausforderung für Bibliotheken seien auch die zunehmende Kommunikation schon während des Forschungsprozesses (nicht mehr nur Publikation des Ergebnisses als Aufsatz) und neue Formen der Kommunikation. Auch darin entstandenes Wissen sollte von den Bibliotheken verwaltet und verbreitet werden können.&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;"Trends in Public Policies Affecting Research Libraries"&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Der Bericht weist auf die bevorstehenden zuträglichen und hemmenden Entwicklungen in Politik und Rechtsprechung hin. Eine starke Reibung werde es zwischen Bestrebungen zur Förderung von Forschung und Lehre einerseits (u.a. Förderung von Open-Access-Publikationsmodellen) und der weiteren Entwicklung und Verschärfung des Urheberrechts und des Geistigen Eigentums andererseits geben. Die Förderung der Wissenschaft wie auch die Bemühungen zur Erhaltung digitaler geistiger und kultureller Inhalte könnten sich Bibliotheken zunutze machen, auf der anderen Seite stehe aber ein harter Wettbewerb um die Fördergelder bevor. Hervorgehoben wird auch der allgemeine Trend zur Messung und Bewertung öffentlicher Einrichtungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;&lt;a href="http://www.blogger.com/post-edit.g?blogID=6884044530903590185&amp;amp;postID=4652583735739603784" name="Rezension-&amp;quot;TrendsintheLibraryRoleinResearch,Teaching,andLearning&amp;quot;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h3&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;"Trends in the Library Role in Research, Teaching, and Learning"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Auch in diesem Abschnitt geht es um einen radikalen Wandel - in Forschung, Lehre und Lernverhalten. Genannt wird etwa die Entstehung sogenannter "Cyberinfrastructures", virtueller Lern- Lehr- und Forschungsumgebungen. Die Bibliotheken seien dadurch gezwungen, ihre Dienstleistungen anzupassen und selbst gravierende organisatorische Veränderungen vorzunehmen. Das Web2.0 schaffe derweil Tatsachen im Hinblick auf verstärkte Kommunikation und Kollaboration. Um sich an diese neue Wissenschaftslandschaft anzupassen und sie gar mitzugestalten müssen Bibliotheken mit Partnern zusammenarbeiten. Die Wahl der richtigen Kooperationspartner wird dabei zu einer grundlegenden Entscheidung. Der Bericht erwähnt zudem noch die Problematik der Langzeitarchivierung des Internets: Auch diese Frage ist für Bibliotheken von großem Interesse, in Zeiten, wo es etwa starkes Interesse an der Archivierung von Blogs (&lt;a href="http://pages.citebite.com/b1o3s8x5n8soe" rel="nofollow"&gt;z.B. in den Rechtswissenschaften&lt;/a&gt;) gibt.&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;&lt;a href="http://www.blogger.com/post-edit.g?blogID=6884044530903590185&amp;amp;postID=4652583735739603784" name="Rezension-DieWirkung"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h3&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-size: 130%;"&gt;Die Wirkung&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;Eine der Stärken des Berichts ist sicher die gut strukturierte Darstellung anhand der drei strategischen Ausrichtungen. Während in der englischsprachigen Fachblogs die Thesen durchaus diskutiert werden (z.B. &lt;a href="http://acrlog.org/2009/02/10/planning-for-transformational-times/" rel="nofollow"&gt;hier&lt;/a&gt;), ist die Rezeption im deutschsprachigem Raum verhalten. Bleibt abzuwarten, ob dieser Weckruf die erwünschte Wirkung zeigt und den Bibliotheken deutlich wird, welchen drastischen Veränderungen ihre Umwelt unterworfen ist. Eins ist klar: Auch wenn gewisse Leitlinien sichtbar werden, niemand weiß, wo die Reise konkret hingeht. Das ist aber auch eine Chance für Bibliotheken, die - wenn sie rechtzeitig und angemessen reagieren - diese Entwicklungen mitgestalten können.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-4652583735739603784?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/4652583735739603784/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/04/ein-weckruf.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/4652583735739603784'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/4652583735739603784'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/04/ein-weckruf.html' title='Ein Weckruf'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-7591667408132460706</id><published>2009-04-10T11:44:00.000+02:00</published><updated>2009-07-03T20:41:39.457+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='text'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='papierzeitalter'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='werk'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='identität'/><title type='text'>Der Text der Zukunft I: Die Vergangenheit</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Die Ausformung neuer digitaler wissenschaftlicher Kommunikations- und Publikationsformen – manche nennen es Science 2.0 – ist in vollem Gange. In zunehmendem Maße benutzen Akademiker Wikis, Blogs, kollaborative Quellenverwaltungsanwendungen und ähnliches. Prognosen sind schwierig darüber, wie Wissenschaftler in zwanzig Jahren Theorien und Experimente entwickeln, Ergebnisse veröffentlichen und diskutieren werden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Ich möchte hier die Frage behandeln, wie sich im Zuge der Entwicklung neuer Publikations- und Kommunikationswerkzeuge unser Begriff von (geistes)wissenschaftlichen Texten verändern kann und wird [1]: Welcher Begriff von „Text“ herrschte in der Vergangenheit vor und wie wird die Zukunft aussehen? Welche Auswirkungen hat der Medienwechsel vom Papier zum Bit auf die Konstitution von Textidentitäten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Ich beginne mit der Vergangenheit und behandle in diesem ersten Teil das Zeitalter der Druckpresse. Im zweiten Teil werde ich schließlich die Möglichkeiten des Bitzeitalters ausloten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Das Papierzeitalter&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:trebuchet ms;"&gt;Ich werde also über das Papierzeitalter, über die gegenwärtige, noch nicht vergangene Vergangenheit sprechen. Vier grundlegende Eigenschaften dieses Zeitalters werde ich herausstellen: seine Verwurzelung in einer Welt der Gegenstände, seine Intertextualität, die Rolle des Lesers als Konsument sowie die Ablösung des Textes von seiner Geschichtlichkeit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="font-family: trebuchet ms;" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;Werke sind Gegenstände&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Die uns vertrauten Publikationsformen des Papierzeitalters lassen uns glauben, der wissenschaftliche Text sei ein Ding, welches uns als eine Menge von Seiten klar vor Augen liegt. Schließlich haben wir es beim Buch mit einer abgegrenzten körperlichen Einheit zu tun, es ist ein Gegenstand, der uns auf dem Kopf fallen kann und dessen Elemente (Seiten) wir zählen können. In einer atomisierten Welt, in der sich einzelne Bücher klar unterscheiden lassen, vermitteln uns diese monolithischen Publikationsformen leicht den Eindruck als wüssten wir genau, was &lt;i&gt;ein&lt;/i&gt; Text ist, was seine Identität ausmacht. Die Praktiken bei der ISBN-Vergabe und der Katalogisierung spiegeln diese Auffassung von Textidentität wider und verstärken sie gleichzeitig: Eine ISBN bekommen Bücher und katalogisiert werden Monographien und Zeitschriften, meist aber keine Aufsätze. [2] Kurz: In einer Welt, in der Texte in der Regel auf gebundenem Papier daherkommen, ist auch unser Konzept der Textidentität stark von dieser medialen Erscheinungsform geprägt.&lt;/p&gt;    &lt;p style="font-family: trebuchet ms;" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;Verwobensein&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Allerdings hat sich bereits im Papierzeitalter gezeigt, dass jeder Begriff von Textidentität, der sich auf dem Paradigma der Druckpublikationen gründet, ein stark verkürzter ist und unsere Auffassung davon, was ein Text ist, in die Irre führt. Die bis in die 60er Jahre zurückgehende Intertextualitätsforschung baut auf der Vorstellung auf, dass ein Text seine Identität nicht aus sich selbst heraus, sondern vielmehr durch die Stellung, die er in der Literatur einnimmt, erhält. „Literatur“ hier im Sinne des endlos gesponnenen Textgewebes aus wissenschaftlichen, philosophischen, prosaischen, lyrischen und anderen Texten, das ein grundlegender Pfeiler unserer Kultur ist. Die Identität eines Textes wird eben dadurch bestimmt, dass er Teil der Literatur ist und somit ein Stein im Spiel der Intertextualität. Jeder Text erhält seine Bedeutung und seinen Wert durch seine Relationen zu anderen Texten – seien dies Texte, an die er (explizit oder implizit) anknüpft, auf die er verweist oder Texte, die ihrerseits an ihn anknüpfen. Augenfällig wird die Intertextualität etwa in Zitaten und Verweisen, ein großer Teil der Verknüpfungen zwischen Texten bleibt aber implizit.&lt;/p&gt;    &lt;p style="font-family: trebuchet ms;" class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;Der Leser als Konsument&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Jede Verknüpfung schafft Erkenntnis. Die Intertextualitätsforschung stimmt mit Theoretikern wie Nelson Goodman, Jacques Derrida oder Ludwig Jäger in der Annahme überein, dass sich sämtliche Erkenntnis immer in der Verknüpfung mit und Verformung von Bestehendem vollzieht und somit alles Wissen je Produkt von Anknüpfungs- und Transformationshandlungen ist.&lt;br /&gt;Ein Merkmal des Papierzeitalters ist, dass ein großer Teil dieser Verknüpfungs- und somit Erkenntnisarbeit privat und weitestgehend unerkannt stattfindet. Ich spreche von Prozessen, die beim Lesen von Texten stattfinden. Ich spreche von der Produktivität des Rezipienten, die sich in Handlungen wie dem Unterstreichen, dem Verweisen auf Bekanntes, dem Hervorheben relevanter neuer Anknüpfungspunkte zeigt. Diese produktiven Prozesse gehen meist in den Notizen des Lesers oder am Rande der Buchseiten verloren. Allein wenn der Leser selbst zum Produzenten wird und ein Werk veröffentlicht, werden seine kreativen Verknüpfungen für andere zugänglich und nachvollziehbar. Die Publikationsschwelle im Papierzeitalter liegt aber bekanntlich sehr hoch.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: trebuchet ms;" class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;Werke ohne Geschichte&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Nicht nur die so kostbaren Anmerkungen und Verknüpfungen der Leser gehen im Papierzeitalter systematisch verloren. Durch das papierbasierte Publizieren werden Texte zudem ihrer Geschichtlichkeit beraubt, weil sie in der Regel über ihre Genese keine Auskunft geben. Ein wissenschaftlicher Text im Papierzeitalter ist nicht mehr als eine Momentaufnahme, die von ihrer Entstehungsgeschichte nichts preisgibt. Die verschiedenen Überlegungen und Erkundungen, die beschrittenen Sackgassen und Holzwege, die ihren Ausdruck etwa im Wurf in den Papierkorb, in Durchstreichungen/Löschungen, Einschüben usw. finden, sind dem Endprodukt selbst nicht anzusehen. Auch – die für den Erkenntnisfortschritt so wichtigen – Gespräche und Korrespondenzen mit Kollegen und Freunden, die im Laufe der Textproduktion stattfinden, lassen sich dem Endprodukt nicht ablesen, meist finden sie nur kurze Erwähnung im Vorwort. Ist aber sein Verfasstsein, die Geschichte seiner Entstehung, nicht unzweifelhaft eine wichtiger Aspekt jeder Textidentität?&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: trebuchet ms;" class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;Und die Zukunft?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Im zweiten Teil von “Der Text der Zukunft“ werde ich mich dann mit der Zukunft, d.h. mit den Möglichkeiten des Bitzeitalters befassen. Ich werde erläutern, wie die Struktur der Literatur durch die elektronische Textproduktion, -publikation und -rezeption offen zu Tage gefördert werden kann, wie der Text in seiner elektronischen Form zu sich selbst finden kann und das Papierzeitalter schließlich im Bitzeitalter aufgehoben wird.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;o:p style="font-family: trebuchet ms;"&gt;&lt;/o:p&gt; &lt;p style="font-family: trebuchet ms;" class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: trebuchet ms;" class="MsoNormal"&gt;[1] Meine Überlegungen beziehen sich in erster Linie auf sogenannte Textwissenschaften (Literaturwissenschaften, Textlinguistik, Rechtswissenschaft, Theologie, Philosophie usw.). Ich bin mit der Publikations- wie Anschlusspraxis und den Textarten in anderen wissenschaftlichen Disziplinen schlichtweg nicht vertraut und mir ist unklar, inwieweit sich die Reflexionen auf andere Wissenschaftszweige übertragen lassen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="font-family: trebuchet ms;" class="MsoNormal"&gt;[2] Das Papierzeitalter trägt seine Widersprüche mitunter offen zur Schau. Betrachten wir etwa den Status eines Artikels in einem Sammelband oder in einer Zeitschrift. Ein solcher Artikel hat einen Zwitterstatus, er gilt als „unselbständiges Werk“ – eine contradictio in adiecto, die darauf basiert, dass ein Artikel zwar durchaus eine abgegrenzte Einheit ist, die einen Titel hat und &lt;i style=""&gt;einem&lt;/i&gt; Autor zugewiesen wird, der Text aber, weil es ihm an einem eigenen Einband mangelt, eben nicht &lt;i style=""&gt;selbst stehen&lt;/i&gt; kann.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-7591667408132460706?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/7591667408132460706/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/04/der-text-der-zukunft-i-die.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/7591667408132460706'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/7591667408132460706'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/04/der-text-der-zukunft-i-die.html' title='Der Text der Zukunft I: Die Vergangenheit'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-2316084111192334931</id><published>2009-03-31T09:25:00.000+02:00</published><updated>2009-03-31T09:58:58.155+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='oclc policy'/><title type='text'>Online Audiovisual Catalogers zur OCLC-Policy</title><content type='html'>Gestern haben die Online Audiovisual Catalogers (OLAC) eine &lt;a href="http://www.olacinc.org/drupal/?q=node/350"&gt;Stellungnahme zum Policy-Entwurf OCLCs&lt;/a&gt; veröffentlicht. Die OLAC ist ein Zusammenschluss von Katalogisierern, die Nicht-Print-Materialien katalogisieren.&lt;br /&gt;Die in der Stellungnahme ausgedrückte Grundüberzeugung :&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;We do not believe that trying to control the use and transfer of bibliographic metadata is in the best interests of OCLC member libraries. As catalogers, our mission is to make information and materials findable and from that perspective, making library metadata as widely and freely available as possible would seem to be a good thing.&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;Die Katalogisierer verweisen auf das Fundament des Web 2.0: das wechselseitige Bereitstellen von Daten, so dass jeder darauf aufbauend etwas Nützliches kreieren kann. Folgerichtig fordern sie OCLC auf, sein Geschäftsmodell zu ändern von der Verwertung der Metadaten hin zu einer Unternehmensstruktur, die sich auf Dienstleistungen und Support gründet. Nur so könne mit den bibliographischen Daten frei experimentiert und neue wertvolle Dienste geschaffen werden.  Für den Fall, dass OCLC diesen Weg nicht verfolgen sollte befürchten die OLAC eine Marginalisierung und einen Bedeutungsverlust der Katalogdaten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meiner Meinung nach haben die OLAC eine realistische Einschätzung der zukünftigen Entwicklungen geliefert. Auch ich bin der Überzeugung, dass Bibliotheken die Relevanz ihrer Kataloge in Zukunft nur so sichern können: durch die Freigabe der Daten und die Bereitstellung von Schnittstellen, damit die Daten in andere Anwendungen integriert werden können. Dies würde letztenendes auch die Kataloge aufwerten, weil diese wiederum die Ergebnisse der kreativen Datennutzung integrieren könnten. Als Datensilos machen sich die Kataloge jedenfalls selbst überflüssig.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-2316084111192334931?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/2316084111192334931/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/03/online-audiovisual-catalogers-zur-oclc.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/2316084111192334931'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/2316084111192334931'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/03/online-audiovisual-catalogers-zur-oclc.html' title='Online Audiovisual Catalogers zur OCLC-Policy'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-4384116718596687728</id><published>2009-03-14T15:21:00.000+01:00</published><updated>2009-10-23T12:53:54.247+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='allgemein'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Übertext: Blog'/><title type='text'>Über Übertext: Blog</title><content type='html'>So. Dann schreib ich auch mal was über diesen Blog, wo ich mit meinem ersten Beitrag einfach so, ohne mich und meine Absichten vorzustellen, in das Internet reingeplatzt bin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also ein weiterer Blog: Übertext. Was soll das? Ich habe vor, hier in Zukunft regelmäßig Fragen und Probleme in den Bereichen wissenschaftliche Bibliotheken, Internet, wissenschaftliche Kommunikation, Textproduktion und -publikation zu behandeln. Ich habe Kommunikationswissenschaften und Philosophie studiert und beginne in einer Woche mein Weiterbildungsstudium zum Master der Bibliotheks- und Informationswissenschaften an der Fachhochschule Köln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das erste Thema - OCLC und WorldCat - ist meiner Meinung nach ein sehr wichtiges für das gesamte Bibliothekswesen, insbesondere weil imHintergrund die entscheidende Frage steht, wie und in welchem Umfang Bibliotheken ihre Katalogdaten für die Weiternutzung durch andere bereitstellen wollen. Auf diese Frage sollten Bibliotheken und Bibliotheksverbünde eine Antwort suchen und möglichst bald finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Auseinandersetzung mit dem WorldCat lässt sich auf meine Arbeit und Aufgaben im hbz zurückführen. Mit dem Beginn meines Weiterbildungsstudiums werden auch meine darin verfolgten Arbeiten und Projekte Anregungen für Blogbeträge liefern - und umgekehrt werden die Überlegungen in diesem Blog in mein Studium einfließen. Außerdem haben wir noch ein Softwareprojekt im Gebiet wissenschaftliche Textproduktion laufen, das zu gegebener Zeit gestartet und auch hier vorgestellt und diskutiert werden soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie es aussieht, sollte das genug Material sein, um diesen Blog hinreichend zu füttern. Ich werde mein Bestes geben, diese Erwartungen auch umzusetzen. Dies ist mein erster Blog. Bitte habt Geduld mit mir. Ich muss mich erstmal an die Kommunikation über dieses Medium gewöhnen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-4384116718596687728?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/4384116718596687728/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/03/uber-ubertext-blog.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/4384116718596687728'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/4384116718596687728'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/03/uber-ubertext-blog.html' title='Über Übertext: Blog'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6884044530903590185.post-6984577625038130972</id><published>2009-03-09T11:14:00.000+01:00</published><updated>2009-10-13T09:32:10.886+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='oclc policy'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='worldcat'/><title type='text'>Ein Artikel zu OCLCs Metadaten-Policy</title><content type='html'>Unter dem Titel "OCLC, WorldCat und die Metadaten-Kontroverse" ist ein Artikel von mir im aktuellen &lt;a href="http://www.zlb.de/aktivitaeten/bd_neu"&gt;Bibliotheksdienst&lt;/a&gt; (Heft 03/2009) erschienen, dessen frei zugängliches Typoskript sich &lt;a href="http://www.scribd.com/doc/13166453/OCLC-WorldCat-und-die-MetadatenKontroverse"&gt;hier&lt;/a&gt; findet. Bitte die Druckversion zitieren. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass in dem Artikel wie in diesem Blog allein meine Meinung und nicht die meines Arbeitgebers zum Ausdruck kommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit dem Verfassen des Artikels ist vergleichsweise wenig passiert. Es haben sich folgende Ereignisse zugetragen:&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;OCLCs "Review Board of Shared Metadata and Stewardship" hat ein &lt;a href="http://community.oclc.org/reviewboard/archives/2009/02/from-the-review-board.html"&gt;Online Feedback Forum&lt;/a&gt; und eine &lt;a href="mailto:reviewboard@oclc.org"&gt;E-Mail-Adresse&lt;/a&gt; eingerichtet und wartet auf Resonanz. &lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Besonders Bemerkenswert:&lt;/span&gt; Die Association of Research Libraries (ARL)  hat einen so knackigen wie ungeschminkten &lt;a href="http://www.arl.org/bm%7Edoc/oclc-report-jan09.pdf"&gt;Bericht zur OCLC-Policy&lt;/a&gt; herausgegeben, in dem die zahlreichen Kritikpunkte an der Policy konkret aufgezeigt werden und OCLC aufgefordert wird, den Text grundlegend zu überarbeiten. Außerdem gibt es als Anhang das Memo eine Juristen, der einige der bisher diskutierten Rechtsfragen klarstellt. Das Lesen lohnt sich!&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;span style="font-size: 130%;"&gt;Rechtsfragen geklärt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Memorandum von Jonathan Band, das dem ARL-Bericht als Appendix B anhängt, hat einige grundlegende Rechtsfragen zum Policy-Entwurf geklärt. Diese wichtigen Informationen sollen hier kurz wiedergegeben werden:&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Der Titel sagt nichts über den rechtlichen Status eines Dokuments aus: &lt;/span&gt;Es macht juristisch keinen Unterschied, ob ein Regelwerk "Policy" oder "Guidelines" genannt wird: "There is no legal significance in the  change of labels from "guidelines" to 'policy.' A  set  of  rules  established  by  a  non‐governmental  body  is  binding  on  a  third  party  only  if  the  third  party  agrees  to  them  –  in  other  words,  only  if  a  valid  contract  has  been  formed  between  the  parties.  " (ARL 2009, Appendix B, S.1)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Offensichtlich möchte OCLC seine Vertragspartner rechtlich binden, indem &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;die Policy Teil eines unilateralen Vertrags&lt;/span&gt; wird: "The  new  OCLC  Policy  is  drafted  in  a  manner  that  appears  to  reflect  OCLC’s  intent  to  create  a  unilateral  contract  with  users  of  World Cat  records. " (ARL 2009, Appendix B, S.2)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Zur Frage der &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;rückwirkenden Geltung der Policy&lt;/span&gt;: Wie in meinem Artikel geschrieben ist es fraglich, ob eine rückwirkende Geltung der Policy rechtens ist. Eine solche Geltung der Policy für in der Vergangenheit katalogisierte Datensätze kann nur mit Zustimmung der jeweiligen Vertragspartei erreicht werden: "Can OCLC via the Policy reach back to these previously obtained records?  If the library agrees to such a reach‐back, then it certainly can occur.  But the Policy does not seem to address this issue directly, and the library could argue that it has not agreed to a reach‐back. "  (ARL 2009, Appendix B, S.3f)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Zum &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;viralen Charakter der Policy&lt;/span&gt; heißt es: "[I]f  a library obtains a record from WorldCat, and subsequently transfers that record to a company, the Policy states that it applies to the record in the company’s possession.    However, unless the company agrees to the Policy, it cannot be bound by the policy." (ARL 2009, Appendix B, S.4) und "The Policy attempts to emulate the “stickiness” of Creative Commons licenses,  where downstream users must follow the license terms established by the author.  The stickiness of the Creative Commons license derives from the fact that copyright adheres to a work as it passes from person to person.  Here, by contrast, an individual record is unlikely to contain copyrightable expression.  However, if the library obtains from OCLC a large enough set of records that reflects expressive selection, coordination, and arrangement, and the library transfers that set of records to a company, copyright would restrict the company’s use of the set of records." (ARL 2009, Appendix B, S.4f)&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;Quelle:&lt;br /&gt;ARL (2009): Ad Hoc Task Force to Review the Proposed OCLC Policy for Use and Transfer of WorldCat Records - Final Report to the ARL Board. [zitiert als: ARL 2009] Einsehbar unter &lt;a href="http://www.arl.org/bm%7Edoc/oclc-report-jan09.pdf"&gt;http://www.arl.org/bm~doc/oclc-report-jan09.pdf&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6884044530903590185-6984577625038130972?l=www.uebertext.org' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.uebertext.org/feeds/6984577625038130972/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/03/ein-artikel-uber-die-oclc-metadaten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/6984577625038130972'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6884044530903590185/posts/default/6984577625038130972'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.uebertext.org/2009/03/ein-artikel-uber-die-oclc-metadaten.html' title='Ein Artikel zu OCLCs Metadaten-Policy'/><author><name>Adrian Pohl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01016650747913401844</uri><email>uebertext@googlemail.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='11667296487416184543'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry></feed>