Im Oktober hatte ich über die Anreicherung dieses Blogs mit Dublin-Core-Metadaten in RDFa berichtet. Im Rahmen meines Weiterbildungsstudiums der Bibliotheks- und Informationswissenschaften an der FH-Köln habe ich dann mit meiner Gruppe eine Aufgabe zum Thema bearbeitet.
Das schriftliche Ergebnis unserer Überlegungen zu Blog-Metadaten in Dublin Core und zur Konzeption von Blog-Suchmaschinen habe ich nun heute bei Scribd publiziert (Link). Neben den Überlegungen zur Anreicherung eines Blogs mit DC-Metadaten findet sich in der Arbeit ein Entwurf für die Modellierung einer Blog-Suchmaschine ausgehend von einer knappen Darstellung der - nach Jens Schröder - fünf besten Blog-Suchmaschinen.
Das Ganze kann sicher für Leute, die sich mit Blog-Metadaten, Dublin Core und Blog-Suche befassen, ganz nützlich sein, weshalb es nun auch publiziert wurde. So kann es auch über das Studium hinaus von Nutzen sein...
Mein Dank geht an meine GruppenmitstreiterInnen Irene, Katrin und Tobias für die allzeit gute und reibungslose Zusammenarbeit und dafür, dass sie der Publikation zugestimmt haben. Bald hat dieser Aufgaben-Stress ja endlich sein Ende und die - sicher deutlich spannendere und spaßigere - Projektphase beginnt.
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2010-02-03
2009-11-03
Exzerpt-Monitoring und -anreicherung mit Tynt
[Update, 21.12.2009: Ich war ja von Anfang an selbst nicht so sehr begeistert von Tynt und habe das Experiment abgebrochen. Mittlerweile habe ich das Exzerptmonitoring wieder deaktiviert.]
Seit einer Woche habe ich übrigens Tynt Insight für dieses Blog installiert. Das ist ein Tool zum Monitoring der Nutzeraktionen auf den Webseiten einer bestimmten Domain. Eine Anmeldung bei Tynt und das Kopieren einer Zeile Javascript in den Quelltext reichen aus und es geht los. (Da Tynt Insight auf Javascript basiert lässt es sich auch - etwa durch die Nutzung von noscript oder ähnlichem - umgehen.)
Und was macht dieses Tool jetzt genau? Es sind vor allem zwei Nutzeraktionen, die Tynt erfasst, zählt und auswertet: Copy & Paste und das Kopieren von Bildern. (Augenfixationserkennung wird noch nicht unterstützt. ;-) Das heißt, ich kann in Echtzeit erfahren, welche Zeichenketten sich Übertext-Leser zu welcher Zeit markiert und kopiert haben. Darüberhinaus werden alle 24 Stunden Statistiken über die Aktivitäten erstellt. So kann ich erfahren, welche Inhalte für die Leserinnen besonders interessant sind und kann diese - wenn ich mir den Pro-Account gönne - sogar automatisch twittern lassen.
Metadaten automatisch mitgeliefert
Soso, mag jetzt so manch einer denken, das ist ja sehr aufschlussreich, besonders für ein Blog, dessen Beiträge jeweils 30 bis 100mal angeschaut werden... Ehrlich gesagt war das Exzerptmonitoring auch nicht der ausschlaggebende Punkt für mich, Tynt Insight zu installieren. Ganz im Gegenteil, ich finde es persönlich eher abschreckend, wenn ich weiß, dass jedes Exzerpieren registriert wird.
Was mich gereizt hat war die Anreicherung von Exzerpten durch die automatische Beigabe von Metadaten. Probier es einfach mal aus und kopiere eine beliebige Zeichenkette, füge sie - etwa in einen Editor - ein und du wirst sehen: nicht nur die kopierte Zeichenkette erscheint, sondern auch interessante Metadaten, nämlich die Lizenzinformation und eine URL, die dich zur jeweiligen Seite mit dem hervorgehobenen Exzerpt zurückführt.
Sinnvoll & praktisch oder überflüssig & nervig?
Mich würde interessieren was andere von diesem Tool halten. Findet ihr es praktisch oder gefällt es euch nicht? Mich hat es teilweise schon genervt, wenn ich beim Einfügen mehr Text stehen habe als ich eigentlich kopiert hatte. Andererseits kann ich mir aufbauend auf dieser Technik sehr praktische Anwendungen für das Exzerpieren und Zitieren elektronischer wissenschaftlicher (Hyper-)Texte vorstellen. Dies kann sicher jeder nachvollziehen, der etwa schonmal eine Textpassage zitieren wollte, die dazugehörige Quellenangabe aber verlegt hatte.
Seit einer Woche habe ich übrigens Tynt Insight für dieses Blog installiert. Das ist ein Tool zum Monitoring der Nutzeraktionen auf den Webseiten einer bestimmten Domain. Eine Anmeldung bei Tynt und das Kopieren einer Zeile Javascript in den Quelltext reichen aus und es geht los. (Da Tynt Insight auf Javascript basiert lässt es sich auch - etwa durch die Nutzung von noscript oder ähnlichem - umgehen.)
Und was macht dieses Tool jetzt genau? Es sind vor allem zwei Nutzeraktionen, die Tynt erfasst, zählt und auswertet: Copy & Paste und das Kopieren von Bildern. (Augenfixationserkennung wird noch nicht unterstützt. ;-) Das heißt, ich kann in Echtzeit erfahren, welche Zeichenketten sich Übertext-Leser zu welcher Zeit markiert und kopiert haben. Darüberhinaus werden alle 24 Stunden Statistiken über die Aktivitäten erstellt. So kann ich erfahren, welche Inhalte für die Leserinnen besonders interessant sind und kann diese - wenn ich mir den Pro-Account gönne - sogar automatisch twittern lassen.
Metadaten automatisch mitgeliefert
Soso, mag jetzt so manch einer denken, das ist ja sehr aufschlussreich, besonders für ein Blog, dessen Beiträge jeweils 30 bis 100mal angeschaut werden... Ehrlich gesagt war das Exzerptmonitoring auch nicht der ausschlaggebende Punkt für mich, Tynt Insight zu installieren. Ganz im Gegenteil, ich finde es persönlich eher abschreckend, wenn ich weiß, dass jedes Exzerpieren registriert wird.
Was mich gereizt hat war die Anreicherung von Exzerpten durch die automatische Beigabe von Metadaten. Probier es einfach mal aus und kopiere eine beliebige Zeichenkette, füge sie - etwa in einen Editor - ein und du wirst sehen: nicht nur die kopierte Zeichenkette erscheint, sondern auch interessante Metadaten, nämlich die Lizenzinformation und eine URL, die dich zur jeweiligen Seite mit dem hervorgehobenen Exzerpt zurückführt.
Sinnvoll & praktisch oder überflüssig & nervig?
Mich würde interessieren was andere von diesem Tool halten. Findet ihr es praktisch oder gefällt es euch nicht? Mich hat es teilweise schon genervt, wenn ich beim Einfügen mehr Text stehen habe als ich eigentlich kopiert hatte. Andererseits kann ich mir aufbauend auf dieser Technik sehr praktische Anwendungen für das Exzerpieren und Zitieren elektronischer wissenschaftlicher (Hyper-)Texte vorstellen. Dies kann sicher jeder nachvollziehen, der etwa schonmal eine Textpassage zitieren wollte, die dazugehörige Quellenangabe aber verlegt hatte.
2009-10-23
Turboübertext mit Dublin-Core-Anreicherung in RDFa
Eine Aufgabe im zweiten Semester meines MALIS-Studiengangs ist, eine beliebige Webseite zu katalogisieren, indem der Inhalt der fünfzehn simplen Dublin-Core-Elements angegeben wird. Freundlicherweise war meine Arbeitsgruppe (mein Dank geht an Irene, Katrin und Tobi) damit einverstanden, mein Blog als Versuchsobjekt zu nehmen. Mein Kollege und Freund Felix Ostrowski (foaf-Anreicherung folgt ;-) hat mich schließlich tatkräftig dabei unterstützt, das Blog anzureichern.
Auf der Basis der Katalogisierungs-Ergebnisse ist nun das Blogger-Template, aus dem die Seiten des Blogs (die Überseite http://www.uebertext.org/ sowie die Seiten der einzelnen Beiträge, z.B. http://www.uebertext.org/2009/09/pladoyer-fur-ein-twitter-recherche.html) generiert werden, mit den Dublin-Core-Elements in RDFa angereichert. Darüber hinaus habe ich noch die DC-Terms-Refinements "is part of" und "license" ergänzt.
Mit dem RDFa-Distiller des W3C lässt sich das im XHTML-Text verstreute RDFa in ein RDF/XML-Dokument destillieren und die Ergebnisse sehen schon ziemlich gut aus.
Gerne lade ich das Blogger-Template irgendwo hoch, vielleicht in einem Wiki. Hat jemand einen Vorschlag, welches der geeignetste Ort ist?
Warum Blog-Vorlagen nicht an der Basis anreichern?
So sinnvoll die Aufgabe, eine Webseite zu katalogisieren sein mag, um Vertrautheit mit den Dublin-Core-Elementen zu fördern - es ist klar, dass heutzutage nicht Bibliothekare hingehen werden, um das Web zu katalogisieren. Diese Unterfangen wäre auch gänzlich unsinnig, weil die meisten Metadaten, auf die sich die Dublin-Core-Elemente beziehen, bereits in strukturierter Form vorliegen und nur noch entsprechend markiert werden müssen.
Es wäre also sehr wünschenswert, wenn Blogging-Plattformen wie Blogger, WordPress, Twoday, Blogsport usw. das xHTML-Markup ihrer Vorlagen standardmäßig mit Dublin-Core-Attributen anreichern würden. Dies würde dem Netz ohne großen Aufwand eine große Menge maschinenlesbarer Metadaten einbringen. Eine Twitter-Anfrage an Dublin Core, ob es bereits Bestrebungen in diese Richtung gibt, blieb leider unbeantwortet.
Auf der Basis der Katalogisierungs-Ergebnisse ist nun das Blogger-Template, aus dem die Seiten des Blogs (die Überseite http://www.uebertext.org/ sowie die Seiten der einzelnen Beiträge, z.B. http://www.uebertext.org/2009/09/pladoyer-fur-ein-twitter-recherche.html) generiert werden, mit den Dublin-Core-Elements in RDFa angereichert. Darüber hinaus habe ich noch die DC-Terms-Refinements "is part of" und "license" ergänzt.
Mit dem RDFa-Distiller des W3C lässt sich das im XHTML-Text verstreute RDFa in ein RDF/XML-Dokument destillieren und die Ergebnisse sehen schon ziemlich gut aus.
Gerne lade ich das Blogger-Template irgendwo hoch, vielleicht in einem Wiki. Hat jemand einen Vorschlag, welches der geeignetste Ort ist?
Warum Blog-Vorlagen nicht an der Basis anreichern?
So sinnvoll die Aufgabe, eine Webseite zu katalogisieren sein mag, um Vertrautheit mit den Dublin-Core-Elementen zu fördern - es ist klar, dass heutzutage nicht Bibliothekare hingehen werden, um das Web zu katalogisieren. Diese Unterfangen wäre auch gänzlich unsinnig, weil die meisten Metadaten, auf die sich die Dublin-Core-Elemente beziehen, bereits in strukturierter Form vorliegen und nur noch entsprechend markiert werden müssen.
Es wäre also sehr wünschenswert, wenn Blogging-Plattformen wie Blogger, WordPress, Twoday, Blogsport usw. das xHTML-Markup ihrer Vorlagen standardmäßig mit Dublin-Core-Attributen anreichern würden. Dies würde dem Netz ohne großen Aufwand eine große Menge maschinenlesbarer Metadaten einbringen. Eine Twitter-Anfrage an Dublin Core, ob es bereits Bestrebungen in diese Richtung gibt, blieb leider unbeantwortet.
2009-03-14
Über Übertext: Blog
So. Dann schreib ich auch mal was über diesen Blog, wo ich mit meinem ersten Beitrag einfach so, ohne mich und meine Absichten vorzustellen, in das Internet reingeplatzt bin.
Also ein weiterer Blog: Übertext. Was soll das? Ich habe vor, hier in Zukunft regelmäßig Fragen und Probleme in den Bereichen wissenschaftliche Bibliotheken, Internet, wissenschaftliche Kommunikation, Textproduktion und -publikation zu behandeln. Ich habe Kommunikationswissenschaften und Philosophie studiert und beginne in einer Woche mein Weiterbildungsstudium zum Master der Bibliotheks- und Informationswissenschaften an der Fachhochschule Köln.
Das erste Thema - OCLC und WorldCat - ist meiner Meinung nach ein sehr wichtiges für das gesamte Bibliothekswesen, insbesondere weil imHintergrund die entscheidende Frage steht, wie und in welchem Umfang Bibliotheken ihre Katalogdaten für die Weiternutzung durch andere bereitstellen wollen. Auf diese Frage sollten Bibliotheken und Bibliotheksverbünde eine Antwort suchen und möglichst bald finden.
Die Auseinandersetzung mit dem WorldCat lässt sich auf meine Arbeit und Aufgaben im hbz zurückführen. Mit dem Beginn meines Weiterbildungsstudiums werden auch meine darin verfolgten Arbeiten und Projekte Anregungen für Blogbeträge liefern - und umgekehrt werden die Überlegungen in diesem Blog in mein Studium einfließen. Außerdem haben wir noch ein Softwareprojekt im Gebiet wissenschaftliche Textproduktion laufen, das zu gegebener Zeit gestartet und auch hier vorgestellt und diskutiert werden soll.
Wie es aussieht, sollte das genug Material sein, um diesen Blog hinreichend zu füttern. Ich werde mein Bestes geben, diese Erwartungen auch umzusetzen. Dies ist mein erster Blog. Bitte habt Geduld mit mir. Ich muss mich erstmal an die Kommunikation über dieses Medium gewöhnen.
Also ein weiterer Blog: Übertext. Was soll das? Ich habe vor, hier in Zukunft regelmäßig Fragen und Probleme in den Bereichen wissenschaftliche Bibliotheken, Internet, wissenschaftliche Kommunikation, Textproduktion und -publikation zu behandeln. Ich habe Kommunikationswissenschaften und Philosophie studiert und beginne in einer Woche mein Weiterbildungsstudium zum Master der Bibliotheks- und Informationswissenschaften an der Fachhochschule Köln.
Das erste Thema - OCLC und WorldCat - ist meiner Meinung nach ein sehr wichtiges für das gesamte Bibliothekswesen, insbesondere weil imHintergrund die entscheidende Frage steht, wie und in welchem Umfang Bibliotheken ihre Katalogdaten für die Weiternutzung durch andere bereitstellen wollen. Auf diese Frage sollten Bibliotheken und Bibliotheksverbünde eine Antwort suchen und möglichst bald finden.
Die Auseinandersetzung mit dem WorldCat lässt sich auf meine Arbeit und Aufgaben im hbz zurückführen. Mit dem Beginn meines Weiterbildungsstudiums werden auch meine darin verfolgten Arbeiten und Projekte Anregungen für Blogbeträge liefern - und umgekehrt werden die Überlegungen in diesem Blog in mein Studium einfließen. Außerdem haben wir noch ein Softwareprojekt im Gebiet wissenschaftliche Textproduktion laufen, das zu gegebener Zeit gestartet und auch hier vorgestellt und diskutiert werden soll.
Wie es aussieht, sollte das genug Material sein, um diesen Blog hinreichend zu füttern. Ich werde mein Bestes geben, diese Erwartungen auch umzusetzen. Dies ist mein erster Blog. Bitte habt Geduld mit mir. Ich muss mich erstmal an die Kommunikation über dieses Medium gewöhnen.
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